Nicht schlank? Na und!

Weg vom Diätfrust und einfach gut leben


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Was negative Artikel kaputt machen … kein schlechter Ansatz

Dass negativer Stress oftmals nach einem Stück Schokolade schreit, weiß jeder, der schon einmal Liebeskummer hatte oder aus anderen Gründen niedergeschlagen war.

Auch Dauerbeschuss mit negativen Schlagzeilen kann dazu führen, dass sich dicke Menschen hilflos in eine Ecke gedrängt fühlen.  Dass da mehr dran ist als nur Vermutung, hat das Team  um die US-Psychologin Brenda Major von der University of California Santa Barbara mit einem Versuch herausgefunden, bei dem sie Frauen mit einem negativen Zeitungsartikel konfrontierten, der suggerierte, dass sie ihren Job verlieren könnten, wenn sie nicht schlank würden.

Jene Frauen, die selbstsicher waren bzw. ein schlankes Selbstbild hatten, reagierten kaum, als ihnen danach Snacks angeboten wurden. Anders Frauen, die aufgrund ihrer Wahrnehmung befürchten mussten, dass sie wegen ihrer Figur den Job verlieren könnten. Sie griffen beherzt zu, um sich sozusagen zu trösten.

Daraus schlossen die Forscher, dass alle „Angstmach“-Berichte zu Adipositas und den drohenden Folgen, also das ganze Dickenbashing genau den gegenteiligen Effekt hat. Statt dicke Menschen dazu zu bewegen, ihr Leben dauerhaft zu ändern, also gesünder zu essen oder sich mehr zu bewegen  (dass dies oft an den wahren Ursachen  für Übergewicht vorbeigeht, haben die Forscher leider ausgeblendet) bewirkt der Druck von außen, dass sich viele ihren Trost dort suchen, wo er geboten wird: im Essen.

Ich finde den Ansatz nicht schlecht, wenn er auch auf dem gängigen Vorurteil, man könne nur dick sein, wenn man zu viel isst und sich zu wenig bewegt, aufbaut. Dass weniger Drohungen und weniger Hass und weniger Häme gegenüber dicken Menschen die Welt für alle besser machen würde, hätte ich diesen Forschern aber schon gleich sagen können, dazu braucht es keine Studie, nur die Beobachtungen der Betroffenen in der eigenen sozialen Umgebung.

 

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