Nicht schlank? Na und!

Weg vom Diätfrust und einfach gut leben


Hinterlasse einen Kommentar

Kochen als Zukunftskompetenz

Das österreichische Unterrichtsministerium hat es erst nach Protest begriffen, wie wichtig es ist, dass Kinder kochen lernen. Sie haben tatsächlich überlegt, das Schulfach „Ernährung und Haushalt“ abzuschaffen. Zum Glück blieb es erhalten, und somit können Schülerinnen und Schüler der Mittelschulen und Hauptschulen noch immer lernen, wie man kocht.

Bei Kabel 1 sieht man bei Abenteuer Leben öfters junge Leute, die eingeladen werden, ein  bestimmtes traditionelles Gericht zu kochen und die dann kläglich versagen, weil sie es ohne Kochbuch nicht schaffen. Sie stellen sich oft so ungeschickt an, dass man überzeugt ist, sie hätten auch mit Kochbuch keine Chance.

Steht es tatsächlich so schlecht um die Fähigkeiten junger Menschen, sich abseits von Fertigsnacks, Mikrowellengerichten und Fastfoodtempeln selbständig zu ernähren? Wenn ja, wo liegen die Ursachen? Versagt hier schon das Elternhaus, die Mütter, die es selbst nicht können, sind unfähig es an die Kinder weiterzugeben? Sind die Schulen schuld, die, wie das Gymnasium nebenan, im Zuge des Neubaus die Schulküche abgeschafft haben und jetzt nur noch kochunfähige Bald-Studenten erzeugen, die dann in ihrer Studentenbude gerade noch Nudeln mit Sugo zustande bringen?

Die Medien sind es diesmal wohl nicht, denn selten wurde das Kochen so propagiert wie in den letzten Jahren, wo die Kochshows wie Pilze aus dem Boden sprossen.

Es gibt auf jeden Fall Proviteure und das sind neben der Snackindustrie auch die Fertiggericht-Erzeuger und somit auch jene, die sich überlegen müssen, wie sie Gerichte lange haltbar und super schmackhaft machen können, die ewig in den Packungen ruhen, ehe sie dann ins heiße Wasser oder in die Mikrowelle kommen.

Zeitmangel, Erschöpfung, Unlust, Unfähigkeit …. was auch immer uns zu solchem Fertigfutter treibt, es ist alles andere als gesund, wenn wir ausschließlich so unseren Magen füllen, das meint auch der Buchautor Hans Ulrich Grimm und seine Bücher sind keine leichte Kost. Zudem vertritt er die Ansicht, dass gerade die Überfülle künstlicher Appetitmacher und anderer Zusatzstoffe das Übergewicht fördern, wie er in einem Vortrag erklärte.

Wichtiger als alle Mahnungen jedoch ist, dass wir wirklich die Wahfreiheit haben, dass es nicht äußere Umstände und unser mangelndes Können uns vom Kochen abhält. Und vor allem, dass wir nicht allein essen müsssen. Kochen macht immer viel mehr Freude, wenn man es für andere mit erledigt, also Nachbarn, Freunde, Kollegen , Familienmitglieder einladen und sich einladen lassen. Das ist in meinen Augen die beste Motivation, zum Kochbuch zu greifen.

Advertisements


Hinterlasse einen Kommentar

Fernsehtipp zu nachhaltigem Essen: Trash Menü bei „Abenteuer Leben“

Ab und zu lohnt es sich, die Magazine der populären Sender zu schauen. Kabel 1 ist so ein Fall, da die Reihe „Abenteuer Leben“ hie und da überraschend Nützliches zu bieten hat.

Kürzlich kam wieder ein Beitrag kontra Lebensmittelverschwendung, ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt. Es landet einfach zuviel Brauchbares auf dem Müll.

Das ist aber kein Aufruf, alles aufzuessen, nur weil es da ist, wenn man keinen Hunger hat. Schließlich ist es genauso verschwendet, wenn es uns schwer im Magen liegt, wir uns übel fühlen und ein schlechtes Gewissen bekommen, uns überessen zu haben. Vergessen Sie also die mahnenden Worte ihrer Eltern, dass in Afrika die Kinder verhungern und wir so undankbar sind, nicht auch den letzten Krümel vom Teller zu kratzen.

Es ist weit sinnvoller, die Einkäufe richtig zu planen und in eine große, engerieffiziente Kühltruhe zu investieren.

Zurück zu Abenteuer Leben und dem Essen aus dem Müll. Gemeint ist nicht, dass man in der Sendung wie ein Mülltaucher die Container nach noch gut essbaren Abfällen durchsucht hat, sondern verhindern wollte, dass gewisse Dinge überhaupt im Müll landen.

Verwendet wurden:

  • die Blätter von Kohlrabi für Salat
  • sauber gescheuerte Kartoffelschalen  fritieret)
  • das Grünzeug von Karotten für ein Pesto
  • die Kerne von Papaya (getrocknet und gemahlen) als Gewürz
  • Brotreste für einen Auflauf

Den Testessern hat es geschmeckt.

Den ganzen Beitrag können Sie online hier ansehen.

Das mit den Kohlrabiblättern habe ich schon ausprobiert. Sind wirklich lecker, vor allem auch mit Rucola zusammen.


Hinterlasse einen Kommentar

Vegetarisch – eine Zeitschrift auch für Flexitarier

Ich sammle mit Vorliebe Kochbücher, da ich sehr gern neue Rezepte ausprobiere und auch abändere.

Seitdem mein Fastenvorsatz letztes Jahr, mich vegetarisch zu ernähren, mir gleich mehrere neue Kochbücher für Gemüse und vegetarische Gerichte beschert hatte, glaubte ich eigentlich, ganz gut ausgerüstet zu sein, vor allem, da nach der Fastenzeit wieder gemischte Kost angesagt war (und ich meinen Frühstücksschinken echt vermisst hatte).

Seit den letzten Fleischskandalen und weil eine liebe, vegetarische Freundin oft zum Essen eingeladen wird, sind die Bücher nicht in der Ecke verstaubt.  Ich bin gern zum Flexitarier geworden, unter der Woche vegetarisch (zweimal Fisch, dreimal mit Schwerpunkt Gemüse/Tofu/ Soja/Milchprodukte)  und am Wochenende gibt es Fleisch. Dann aber nicht das billige Fleisch vom Diskonter, sondern was Feines aus der Metzgerei meines Vertrauens.

Wie bei all meinen anderen Kochbüchern war nach einer Weile auch bei den vegetarischen die Zahl der Rezepte erschöpft, die mir schmeckten und sich zeitlich und von den Zutaten her (in einer Kleinstadt bekommt man nicht alles Exotische) machbar waren. Und nachdem ich diese Auswahl ein paarmal gekocht hatte, ging die Suche nach neuen Rezepten los.

Vor ein paar Tagen fiel mir in der Trafik am Bahnhof diese Zeitschrift in die Hände:

Coverscan

Ich war echt überrascht, wie viele gute Ideen für eine schnelle Küche darinstecken.Jetzt freue ich mich auf den ersten frischen grünen Spargel auf dem Wochenmarkt.

Zwei kleine Negativpunkte:

  • Es wird oft mit „Helferleins“ wie fertiger Sauce Holondaise, Hefeextrakt, fertige Salatwürze usw.. gearbeitet. Das mag ich weniger, also habe ich bei zwei Rezepten gleich mal eigene Varianten entworfen und die haben prima geschmeckt.
  • Ein Rezept hat tatsächlich Schinkenscheiben dabei!  Das war wohl ein Griff in das falsche Fach bei der Auswahl.

Für alle Flexitarier und Vegetarier (auch für Veganer gibt es einige Rezepte), die gern selbst kochen und gern auch verändern, kann ich diese Zeitschrift empfehlen. Ich werde mir sicher auch die nächste Ausgabe im Juni/Juli holen.


Ein Kommentar

Rezept; Nudeln mit grün-weißer Käsesauce

Für sechs Portionen

  • 600 g Linguine (ich bevorzuge die Vollkornvariante, die macht mich länger satt)
  • 1 dicke Stange Lauch (halbieren, gut waschen, in dünne Halbringe schneiden.)
  • 6 bis 10 Frühlingszwiebeln (je nach Dicke, waschen, in dünne Ringe schneiden, Grün und Weiß getrennt aufbewahren)
  • 2 mitteldicke Knoblauchzehen (klein geschnitten)
  • 3 Hand voll Tiefkühlerbsen (oder auch frische)
  • 300 g Bavaria Blue (von der Rinde befreit, in grobe Stücke geschnitten)
  • 1 Becher Sauerrahm
  • 300ml Gemüsebrühe
  • 1 TL Stärkemehl
  • 100ml guter Weißwein
  • 2 TL Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL Albaöl

Albaöl in der Pfanne erhitzen. Zurückschalten auf mittlere Stufe. Das Weiß der Frühlingszwiebeln und die Lauchringe anschwitzen.

Den Knoblauch dazugeben, mehrmals umrühren bis er duftet.

Die Erbsen dazugeben.  Mehrmals umrühren bis sie aufgetaut sind.

Mit der Gemüsebrühe aufgießen.

Kurz erhitzen, dann die Stücke des Bavaria Blue dazugeben und schmelzen lassen.

Wasser für die Nudeln erhitzen, Nudeln nach Packungsanweisung in reichlich Salzwasser bissfest kochen, abgießen und warm halten.

Dann die grünen Frühlingszwiebelringe dazugeben.

Inzwischen den Weißwein mit dem Sauerrahm und der Speisestärke mit dem Quirl gut verrühren.

Das Gemisch in die Sauce geben. Nochmals kurz erhitzen, bis die Stärke bindet.

Mit Salz und Pfeffer und Zitronensaft würzen und mit den Nudeln servieren.


Hinterlasse einen Kommentar

Rezept: Räuchertofu mit Ingwer

(4 Portionen)

  • 500g geräucherter Tofu (in Daumennagelgroße Würfel geschnitten)
  • 4 Karotten (geschält, in Stifte geschnitten)
  • 1 mittelgroße Zwiebel (geschält, geviertelt, in dünne Scheiben geschnitten)
  • 8 Frühlingszwiebeln (das Weiß in dünne Ringe geschnitten, das Grün in etwa 0,5 cm große Ringe, getrennt aufbewahren)
  • 1 EL frisch geriebener Ingwer
  • 100 ml Sake
  • 2 EL Wasser
  • 3 EL Mirin
  • 2 Prisen Zucker
  • 2 EL Sojasoße
  • Salz
  • 3 TL Erdnussöl

Zwei Teelöffel Erdnussöl in einer beschichteten Pfanne heiß werden lassen, Tofuwürfel darin auf allen Seiten knusprig braun braten. Dann Tofuwürfel aus der Pfanne nehmen.
Ein weiterer Teelöffel Erdnussöl in der Pfanne heiß werden lassen, Zwiebeln, Karotten und das Weiße der Frühlingszwiebeln darin anbraten.

Sake und Wasser hinzugeben, ebenso den Ingwer.  Das Gemüse darin dünsten, bis die Karotten bissfest sind.

Ingwer, Mirin, Zucker und Sojasauce zugeben, gut verrühren, Tofu untermengen.

Nochmals gut heiß werden lassen.
Nach Bedarf salzen und servieren.

Dazu passt am besten Reis.