Nicht schlank? Na und!

Weg vom Diätfrust und einfach gut leben


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Übergewicht und Herzoperationen – mehr auf der Waage für bessere Überlebenschancen

Die Ärzte sind alles andere als glücklich, was ihre Studienergebnisse betrifft, die dieser Tage aus den USA durch den Blätterwald gehen.

In der Online-Fachzeitschrift Mayo Clinic Proceedings haben sowohl der Kardiologe Abhishek Sharma Carl Lavie, Medizinischer Direktor der Cardiac Rehabilitation and Preventative Cardiology am John Ochsner Heart & Vascular Institute Ergebnisse von Studien veröffentlicht, in denen es um die Überlebenschancen von Herzpatienten ging nachdem deren Herzkranzgefäße mittels Ballondilatation oder Bypass durchgängig gemacht worden waren.

Abhishek Sharma studiert die Daten anderer Ärzte, um so schließlich auf mehr als 10.000 Patientendatensätze zugreifen zu können und seine Metaanalyse kam zum Schluss, dass Menschen mit einem BMI zwischen 25 und 30 die geringste Sterblichkeitsrate aufwiesen, das geringste Risiko, dass sich ihre Geäße wieder verschlossen und sie an einem Herzinfarkt starben.

Auch Menschen mit einem BMI über 35 waren seinen Daten nach immer noch (27% bis 22%) weniger gefährdet als Menschen mit einem „normalen“ BMI zwischen 20 und 25.

Da so ein Ergebnis nicht einfach im Raum stehen darf, suchte der Arzt nach einer Erklärung und interpretierte die Ergebnisse so, dass übergewichtige Patienten mit größerer Wahrscheinlichkeit schon im Vorfeld schützende Medikamente verschrieben bekommen haben. Dabei handelt es sich allerdings um eine Vermutung, genaue Belege dafür fanden sich in seinen Daten nicht.

Der nächste Wissenschaftler, Car Levie, ging der Problematik gleich aus dem Weg, indem er eine „lean body mass“ benannte, also die Muskelmasse des Körpers und diese von der Fettmasse unterschied. Somit konnte er fesstellen, ob die Daten der 48.000 Herzpatienten nach dieser Aufteilung immer noch einen Vorteil für Übergewichtige präsentierten. Zunächst kam heraus, dass vor allem mehr Muskelmasse von Vorteil war, aber auch mehr Fettmasse hatte noch einen lebensverlängernden Einfluss. Danach wurden einige Änderungen bei der Gewichtung der Muskelmasse angeführt und siehe da, die Vorteile der Fettmasse waren auf einmal nicht mehr vorhanden. Somit war die Studie wieder brav im Rahmen dessen, was ein Arzt guten Gewissens einer vom Schlankheitsideal besessenen Gesellschaft verkünden darf.

Alles wieder im grünen Bereich und zurück zur nächsten Diätempfehlung sozusagen…..

Abhishek Sharma
Abhishek Sharma

Abhishek Sharma
Abhishek Sharma
Abhishek Sharma

Abhishek Sharma


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Instagram und Dickenbashing

Die Bildsammelseite Instagram hat nichts gegen Fotos von Frauen in Unterwäsche. Solange diese Fotos diejenigen sexuell reizen, welche sie anschauen. Daraus resultiert, dass Fotos, die sexuell zu wenig anregend sind, also unsexy, nicht gezeigt werden sollten.

So zumindest kann man die Reaktion von Instagram interpretieren, als die Userin Samm Newmann ein Foto von sich in Unterwäsche dort einstellt. Samm hat zuvor schon zig andere Fotos geteilt, sich mit Instagram-Nutzerinnen zusammengetan, um Kraft zu sammeln, sich zeigen zu trauen, denn Samm ist dick. Und die dicke Collegestudentin dachte sicher nicht, dass ausgerechnet ihr Foto einen Wirbel verursachen würden, weil es doch eben so viele andere Unterwäschefotos schon dort gibt.

Falsch gedacht. User, die sich von Samms Foto zu wenig sexuell angeregt fühlten, war es zu wenig, einfach zu weiter zu klicken, um ein anderes Unterwäschefoto zu finden, das ihren Vorstellungen entspricht. Statt dessen beschwerten sie sich und fanden Gehör. Instagram löschte nicht nur Samms Foto, nein, sie sperrten gleich mal ihren account. Sonst könnte sie ja noch mehr Bilder dieser Art hochladen, welche einige Nutzer als zu wenig aufreizend empfinden.

Samm war selbstbewusst genug zu protestieren und ihr Foto und Instagrams Entscheidung publik zu machen. Und siehe da, auf einmal kam Instagram dahinter, dass man ja eigentlich tolerant sei und wenn Unterwäschefotos gelöscht werden müssten, ja auch jene schlanker Nutzerinnen darunter fielen. Sie haben sich bei Samm entschuldigt, ihr account ist wieder aktiv.

 

 

 

 


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Begrifflichkeiten: kurvig, kräftig, mollig, dick?

Beim Surfen bin ich in ein Diätforum gestolpert und dort in einem Thread gelandet, wo jemand die Frage gestellt hat: Wo fängt „dick“ bei euch an.

Damit hat sie eine rege Diskussion in Gang gebracht, denn die Wahrnehmung und die Begrifflichkeiten der anderen Forumsteilnehmer waren höcht unterschiedlich:

  • einige sprechen abgestuft, also auch von mollig, vollschlank, – solange noch die Körperformen deutlich erkennbar sind.
  • andere kennen nur „schlank – normal -dick“ – fassen hier aber den „normal“-Begriff weiter (interessant, dass schlank und normal nicht das gleiche sind für alle)
  • jemand warf den Begriff „kräftig“ in die Runde, wo dann gekontert wurde, dass „kräftig“ ja etwas über Muskeln aussage und nicht über Fettpolster
  • mit dem Wort „stattlich“ konnten nicht mehr viele etwas anfangen.
  • Was ist das richtige Wort für eine Körperform, wo sich der vergrößerte Umfang nur auf eine Region beschränkt (Apfelform) Gliedmaßen und Po aber deutlich dünner sind? Bestimmt die „dickste Zone“ das Wort für das Ganze?
  • „üppig“ gilt bei den meisten nur für einen vollen Busen
  • „molig“ wird oft auf flauschig, wollig bezogen und von manchen hauptsächlich im Zusammenhang mit Socken und Pullis verwendet, nicht mit Körperformen

 

Wer in die Diskussion reinlesen möchte, findet sie hier

Wie sehen bei euch die Begrifflichkeiten aus? Wann verwendet ihr welches Wort und welche Begriffe verwendet ihr nie zur Beschreibung von Körperformen?


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Arbeit und Übergewicht: dickere Männer und dünnere Frauen verdienen besser

Im Februar 2014 erschien die Studie „Obesity and the Labor Market„.  Auf 24 Seiten haben Ökonomen von der Universität Potsdam und der City University New York  die Befragungsergebnisse von 8,770 Männer und 9,229 Frauen zusammengetragen. Befragt wurden sie nach ihrem Gewicht, ihrer Größe und ihrem Einkommen.  Die Befragten waren zwischen 20 und 60 Jahre alt.

Gut ein Drittel der befragten Frauen wurde nach der gängigen Gewichtsskala BMI als übergewichtig und fettleibig eingestuft. Den Stundenlohn betreffend konnte kein signifikanter Unterschied im Einkommen von normalgewichtigen und übergewichtigen Frauen gefunden werden.

Im Gegensatz dazu wurde fesgestellt, dass die Männer mit einem BMI über 25 um durchschnittlich 80 cent mehr verdienen in der Stunde als die Männer unterhalb von 25 BMI. In der Studie waren gut 60% der Männer nach dem BMI gemessen übergewichtig oder adipös.

Es wurde auch nach den beiden Job-Typen: blue colar (Arbeiter, Handwerker) und white colar (Büroangestellte, Manager, Schreibtischarbeit ect..) unterschieden. Hier zeigte sich, dass bei Frauen das höchste Gehalt bei einem BMI um 22 erreicht wird, vor allem in den Bürojobs, während bei Männern ein BMI über 25 vor allem in den blue colar – Jobs einen positiven Effekt hatte. Bei Frauen war auch bei blue colar- Jobs Übergewicht ein negativer Faktor, der den durschnittlichen Studenlohn drückte. Hingegen war bei Männern in white colar jobs eine derartige Verbindung nicht nachweisbar, hier hatte das Gewicht keinen signifikanten Einfluss auf den Studenlohn.

Die Forscher deuteten das Ergebnis als eine „Schlankheisbevorzugung“ bei Frauen, vor allem in Bürojobs, wo Frauen den ganzen Tag präsent sind und anders als in der Produktion nicht hinter Maschinen oder in der Weite von Werkhallen verschwinden.

Bei Männern hingegen wurden vor allem in körperlich herausfordernden Berufen mehr Köpermasse mit mehr Kraft gleichgesetzt und somit auch bevorzugt.

Was die Forscher erstaunte war, dass die Schlankheitsbevorzugung bei Frauen schon weit unterhalb der Übergewichtsgrenze einsetzte, also bereits Frauen mit einem BMI von 23 weniger verdienten als ihre dünneren Kolleginnen.

In meinen Augen kann das nicht mehr mit dem Gesundheitsargument (dicke Menschen werden öfter krank, sind weniger Leistungsfähig ect…) begründet werden, hier geht es rein um die Optik, was vor allem für die männlichen Kollegen, Geschäftsfreunde, Kunden, Chefs, ect.. „hübscher“ anzuschauen ist.

Für die Frauen bedeutet das natürlich auch den Zwang, diesen Status zu konservieren, die Angst, dass Alter, Krankheit, Schwangerschaft, sich im Endeffekt negativ auf das Einkommen auswirken, den Zwang, sich Diäten und der Schönheitsindustrie zu unterwerfen, wenn sie nicht am Ende in der Alterarmutsfalle landen möchten.

Oder … einfach den Jobhorizont zu erweitern, vor allem wenn sie jung sind und noch vor der Berufsentscheidung stehen.

Oder… solidarisch darum kämpfen, dass mehr solche Frauen in Positionen zu finden sind, die in der Lage sind, sich als Chefinnen über die Oberflächlichkeit ihrer männlichen Kollegen hinwegsetzen und Frauen gemäß ihres Könnens und nicht ihrem Äußeren nach einstellen.

Für Männer bedeutet die Studie, dass sie sich mehrheitlich nicht verzweifelt darum bemühen müssen, „hübsch und schlank“ zu sein, um gut bezahlte Jobs zu bekommen. Die Diätindustrie wird an ihnen auch in Zukunft längst nicht soviel verdienen wie an der weiblichen Hälfte der Bevölkerung.


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Fit zu sein hilft: Verbeamtung trotz hohem BMI

Immer wieder tauchen in den online-Foren und Nachrichtenportalen die Erfahrungsberichte von Menschen auf, die aufgrund ihres Gewichtes in Deutschland nicht verbeamtet worden sind.

Herr Dickmann aus Schleswigholstein war ein Beispiel von mehreren, deren Verbeamtung an ihrem BMI (zunächst einmal) gescheitert war.

Wie ungerecht und undurchsichtig die Gesundheitsuntersuchung für eine Verbeamtung sen kann, zeigte auch die Erfahrung von Jasmin Bauer, die als Lehrerin verbeamtet werden wollte und vom Amtsarzt den Tipp bekam, erst mal eine Diät zu machen und dann wieder zu kommen. Ob sie nach einer Radikalhungerkur aufgrund des JoJo-Effektes dann nach ihrer Verbeamtung noch mehr wiegt als zuvor, das interessiert niemanden mehr. Es geht nur um diese eine Untersuchung, um die Werte in diesem einen Moment, wie der Spiegel in einem Artikel beschrieb. Dass Verbeamtung nur am Gewicht scheitert, wohingegen Rauchen kein Ablenhungsgrund ist (das kann man ja über Nacht aufhören, und man sieht es den Betroffenen auch nicht an, so die Begründung). Was also der Arzt nicht auf Augenschein feststellen kann, das ist nicht vorhanden, sozusagen.

Dabei würde es dem Arbeitgeber mehr bringen, wenn er die wirklichen Kernursachen, warum Beamte zu früh krankheitsbedingt aus dem Dienst ausscheiden, angehen würde: Burn Out und Depressionen.

Bitter ist für die betroffenen Menschen auch, dass nicht einmal die Gewerkschaft an dieser Verbeamtungsregelung rütteln will. Zumindest will man sich um bessere Gehälter für Angestellte bemühen. Doch die anderen Nachteile bleiben und das bittere Gefühl, dass hier auch optisches Wohlgefallen mitspielt.

Verständnis dürfen sich die Betroffenen online in Foren nicht immer erwarten, wie diese Fragestellung bei studis online zeigt, wo eine sportliche Angestellte sich um ihre Verbeamtung sorgt und nach ein paar netten Kommentaren gleich Diättipps und vor allem auch Vorwürfen zu lesen bekommt, sie sei ja sicher fett und was sie sich denke, nur des Geldes wegen abzunehmen und nicht auf Dauer ihre Ernährung einzuschränken. Bessere Erfahrungen machte diese Fragestellerin im rubensforum, wo auch andere Teilnehmer ihre negativen Erfahrungen mit Amtsärzten zur Sprache brachten.

Es gibt zum Glück auch positive Meldungen, Menschen, denen die Verbeamtung trotz Übergewicht zugebilligt worden ist. Eine von diesen Glücklichen postete ihren Weg bei referendar.de.  Ihr Fazit: Es geht nur über Fitness und man muss eine gründliche Untersuchung über sich ergehen lassen. Wer sich also sicher ist, gesund und fit zu sein, der soll sich nicht von der ersten Ablehnung herunterziehen lassen und weiter kämpfen.

 


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Melissa McCarthy, Magerwahn kontra Übergewicht

Wer die Serie „Gilmore Girls“ geliebt hat, wird sich sicher noch an die fröhliche, stets gut gelaunte Sookie erinnern, die begabte Köchin, die in der Serie heiratete, schwanger wurde und ein Baby bekam.

Melissa McCarthy, die US-Schauspielerin hinter Sookie hat sich damals ihre erste Schwangerschaft mit Tochter Vivian in die Serie schreiben lassen. Ihr zweites Kind, Georgette, kam 2010, also nach dem Ende von Gilmore Girls zur Welt.

Die Schauspielerin, die ihre Karriere als stand-up comedian in New York begann und später in Los Angeles im bekannten The Groundlings Theater arbeitete, hat sich nach den Gilmore Girls nicht zur Ruhe gesetzt. Sie ist ihrem Genre treu geblieben und spielte in der Serie „Samantha Who“ wiederum eine wichtige Nebenrolle als beste Freundin von Christina Applegate.

Für ihre Rolle in der Serie „Mike und Molly“ bekam sie ihren ersten Emmy als herausragende Hauptdarstellerin, und für ihre Darstellung der Schwester des Bräutigams in „Brautalarm“ wurde sie sogar für den Oskar als beste Nebendarstellerin nominiert.

2013 war sie zusammen mit Sandra Bullock in der Buddy-Comedy „Taffe Mädels“ zu sehen. Ihr neuester Film „Tammy – Voll abgefahren“ kam dieses Jahr in die Kinos.

Heute tritt Melissa McCarthy selbstbewusst auf und denkt gar nicht daran, sich dem Magerwahn der Hollywoodszene unterzuordnen. Das war natürlich nicht immer so. In jungen Jahren war sie sehr unzufrieden mit ihrem Aussehen und wollte unbedingt dünner sein. Sie habe sehr viel geweint, zitiert Promiflash, auch wengen anderer Dinge.

Zum Glück ist diese Zeit vorbei und heute hat sich ihr Schauspieltalent behauptet. Sie kann andere Menschen wunderbar zum Lachen bringen und ihre Ausstrahlung ist beeindruckend.