Nicht schlank? Na und!

Weg vom Diätfrust und einfach gut leben


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Kim Kim Kardashians Traumhochzeit ohne ihren dicken Bruder

Durch den Blätterwald rauschen nicht nur positive Schlagzeilen über die Hochzeitsfeier von Kim Kardashian, die sich ja einen märchenhaften Medientraum leistete, in Frankreich und Italien.

Was offenbar nicht in den Traum passte, war Kims Bruder Rob Kardashian. Der 27jährige passte einfach nicht in den Märchentraum mit seiner korpulenten Figur.

Seine Schwester hatte ihn offenbar schon länger bearbeitet, sich für ihren großen Tag auf eine medienakzeptable Kleidergröße hinunter zu hungern und zu trainieren. Was nicht geschah und so kam es, wenn man  Hollywood life glauben darf, zu einem handfesten Streit. Wie Rob erfuhr, schimpfte Kim angeblich auch hinter seinem Rücken über sein Aussehen und die Mehrheit der Hochzeitsgäste stimmte ihr zu.

Wütend, traurig und enttäuscht, dass der Schönheitswahn seiner Schwester über den Familienfrieden geht, habe sich Rob als unerwünscht empfunden und wäre gegangen. Er flog zurück nach Los Angeles mit dem Gefühl, für seine Schwester nicht „schön“ genug zu sein.

Die Reaktion der Leser des Hollywood life online Artikels (etwas runterscrollen) ist auch eindeutig, sie beschimpfen Kim Kardashian weniger dafür, so oberflächlich zu sein, als dass sie darauf herumhacken, dass Kim ihrerseits während der Schwangerschaft auch nicht dünn gewesen sei. Schade. Es wäre schöner, mehr Kommentare aus der Richtung „es ist doch völlig egal, wie der Bruder aussieht, hauptsache, man ist als Familie zusammen an so einem Tag und teilt des anderen Glück.“ Doch das Nur-dünn-ist-schön Diktat durch die Medien funktioniert offenbar nicht nur bei den Stars selbst…

 


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Stochern im Datennebel – die Suche nach der „wahren“ Ursache für die Übergewichtsepidemie

Da die Horrormeldungen bezüglich der dicken Deutschen (Engländer, Amerikaner ect…) sich ständig wiederholen, ist die Wissenschaft unter Druck, endich „die“ Ursache zu ermitteln.

Irgendwie mag keiner der Forscher so recht glauben, dass die Ursachen so vielfältig sein können wie die Menschheit selbst.

Zwei der wackeren Entschlüssler des Übergewichtsrätsels, der  Ökonom Roland Sturm und der Gesundheitswissenschaftler Ruopeng An haben Daten aus den 70ger, 80 ger Jahren  zum Vergleich herangezogen und haben ein Ausschlussverfahren gestartet.

Nach ihrer Analyse stimmt es nicht,

  • dass wir uns weniger bewegen, weil es mehr Marathonläufe gibt als jemals zuvor und mehr Freizeit für Bewegungsaktivitäten, welche sitzende Tätigkeiten im Beruf wieder ausgleichen können. Die Menschheit ist viel sportlicher als in den 70ger, 80ger Jahren.
  • dass das Angebot an gesunden Lebensmitteln geringer geworden ist, denn wir können uns heute besser denn je mit Obst und Gemüse eindecken
  • dass wir länger vor dem Bildschirm sitzen als noch vor dreißig Jahren. Die Zeit ist in etwa gleich geblieben
  • dass die soziale Ungleichheit zunimmt und somit der wachsende Anteil an weniger begüterten Schichten auch einen Anstieg der Gesamtzahl der dicken Menschen innerhalb eines Landes mit sich bringt, denn es gebe in allen Schichten und Gruppen die ähnlich steile Anstiegskurve an dicken Menschen verglichen mit den 80ger Jahren.

Am Ende blieb von Datenhaufen eines im Sieb der beiden Forscher hängen: Wir geben heute verglichen mit früher weit weniger Geld fürs Essen aus. Billige Nahrungsmittel sind so leicht verfügbar wie nie. In den 1930ger Jahren wurden noch 25% des Haushaltseinkommens für Lebensmittel ausgegeben, heute ist es weniger als ein Zehntel.

Was macht man heute mit dem Geld anstatt es in regionale Qualitätsprodukte und Bioware zu investieren (was den Anteil wieder heben könnte)?

Meiner Meinung nach fressen unsere Modeergebenheit, der Schönheitswahn mit unzähligen Beauty-Must-Have-Produkten und vor allem der Zwang nach ständig den neuesten elektronischen Geräten, ob Smartphone, Kamera, Tablet, Notebook ect… und die Folgekosten wie auch die steigenden Energie- und Transportkosten zuviel unseres Einkommens.

Hier wäre ein Umdenken ratsam, denn was ich in mich hineingebe, was durch den Stoffwechsel Teil von mir wird, hat meiner Ansicht nach viel mehr Einfluss auf meine Gesundheit und mein Wohlbefinden wie ein technisches Gerät, das ich in der Hand halte oder das dreißigste Billig-T-Shirt, das ich nur eine Saison lang tragen kann, weil es danach entweder kaputt ist oder aus der Mode.

Doch was wir bei aller Sorge nicht vergessen sollten. Ungeachtet der Übergewichtsepidemie leben wir heute länger, werden älter als in den Zeiten davor. Und auf Hungersnöte wie nach den Weltkriegen können wir sehr gut verzichten.

 

 


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Embrace – ein Filmprojekt. Wie wir Frauen unseren Körper sehen: weich und dick und abstoßend

Die Initiatorin des Filmprojekts „Embrace“ (Umarmung), Taryn Brumfitt, hat ein stolzes Ziel: Sie möchte einen Dokumentarfilm drehen, der Frauen ihren Körper wieder nahe bringt, der ihnen hilft, sich selbst zu lieben. Wie notwendig das ist, hat Taryn Brumfitt beim Erstellen ihres  Trailers erfahren. Für diesen hat sie 100 Frauen gebeten, ihren Körper zu beschreiben und war erschrocken darüber wie sehr viele sich selbst nicht mögen, ja sogar hassen.

Worte, die häufig fielen waren „wabbelig, plump, unperfekt, abstoßend“. Sie entsprachen dem, was Taryn selbst einmal über sich gedacht hat, nachdem sie drei Kinder zur Welt brachte. Der hart erarbeitete Körper einer Bodybuilderin war dahin, sie konnte den eigenen Anblick im Spiegel nicht mehr ertragen. Die Schönheitsoperation stand fest, doch der Gedanke an ihre Tochter hielt sie davon ab. Wie kann man seinen Kindern dazu bringen den eigenen Körper zu lieben, sich selbst zu mögen, wenn man es als Mutter nicht vorlebt?

Also musste es auch ohne OP gehen. Ein hartes Trainingsprogramm sollte ihr die Figur zurückgeben, die sie vorher hatte. Viele Wochen später, nachdem ihr die bis zu drei Stunden Workout pro Tag ihre Wirkung zeigten, war sie zwar optisch ihrem Ziel nahe, doch es wollte sich nicht das Glücksgefühl einstellen, das sie erwartet hatte. Sie fühlte sich gestresst, vermisste die Zeit, die sie mit ihrer Familie hätte verbringen können und die jetzt fast ausschließlich in ihre Körperarbeit floss.

Und so beschloss sie, es nicht mehr so streng zu sehen, vor allem aber sie lernte, sich zu lieben mit allen weichen und unperfekten Teilen, die Zeugnis geben, dass sie drei Kindern das Leben geschenkt hat. Inzwischen ist sie wieder weicher, was nicht heißt, dass sie den Sport völlig aufgegeben hat. Es heißt lediglich, dass er nicht mehr ihr Leben bestimmt, dass jetzt anderes ebenfalls Platz gefunden hat.

Um als unabhängige Filmemacherin ihr ehrgeiziges Dokumentarprojekt zu finanzieren, hat sie ein startup ins Leben gerufen. 200.000 Dollar sind für den Film veranschlagt, über 180.000 Dollar hat sie über kickstart schon gesammelt.

Ein Projekt, das Unterstützung verdient und auch bei uns in den Medien nicht unbemerkt geblieben ist:

Der Stern hat darüber berichtet

Dort blogt Alexandra Kraft auch zu diesem Thema. Titel: Wie Mütter wirklich aussehen (mit Nachtrag)

Bei brigitte gibt es einen Artikel dazu.

Auch swr3.de berichtet über das Projekt

 


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Es geht nicht ums Gewicht, es geht um die Gesundheit und die Fitness

Die Waage als Maßstab für die Einordnung der Menschen in gesund und krank hat ausgedient. Der Meinung bin nicht nur ich sondern auch Winfried Banzer, Experte vom Institut für Sportwissenschaften in Frankfurt. Seiner Erfahrung nach, die er mit Studien (welche in dem Artikel leider nicht genauer genannt werden) unterstreicht, hat ein Drittel der Normalgewichtigen Stoffwechselstörungen, die man unbesehen sonst nur dicken Menschen zuordnen würde, während wiederum ein Drittel der dicken Menschen keine Stoffwechselstörungen aufweist, die eigentlich zum Pflichtprogramm für Adipositas gezählt werden.

Wilfried Banzer weist darauf hin, dass man mit dem BMI einfaches Unterhautfettgewebe nicht von dem gefährlicheren Fett im Bauchraum selbst unterscheiden kann. Und dieses Fett, das sich um die Organe wickelt ist seiner Ansicht nach gesundheitlich bedenklich und kann auch bei optisch nicht dicken Menschen vorhanden sein.

Ob die von vielen bejubelten positiven Effekte von Diäten auf Cholesterin und Blutdruck auch langzeitig vorhanden sind, oder ob der Körper wieder zu seinen alten Werten zurückehrt, wenn er sich an das neue Gewicht gewöhnt hat, wurde seiner Meinung nach offenbar viel zu wenig untersucht.

Dass Wilfried Banzer in seinem Arbeitsumfeld den Schwerpunkt auf Fitness legt, ist nicht verwunderlich. Sein Talk-Test ist wirklich einen Versuch wert:

Laufen sie ein Stockwerk hoch und unterhalten Sie sich dabei. Wenn sie so außer Puste sind, dass sie nach Luft schnappen müssen, wird es Zeit, etwas für die Ausdauer zu tun. Es geht nicht darum, sich stundenlang zu mühen und am Ende nur noch vor Erschöpfung umzukippen, es geht um ein Mindestmaß an Bewegungsfähigkeit, Kraft und Ausdauer.

Wilfried Banzer empfiehlt 3×30 Minuten Ausdauersport und ein bis zweimal Krafttraining.

Wer dafür grünes Licht vom Arzt bekommt, also gesund genug dafür ist, sollte jetzt nicht den Kopf schütteln. Ausprobieren kann nicht schaden, wenn man es nicht übertreibt.

 

 


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Übergewicht als Karrierekiller? Wenn der Chef eine Diät verlangt

Frauen trifft es häufiger als Männer. Wenn sie zu dick sind, um dem Schönheitsempfinden des männlichen Chefs genüge zu tun oder gefürchtet werden muss, dass männliche Kunden nicht erfreut sind über ihren Anblick. Dann sind Fertigkeiten und Berufserfahrungen auf einmal Nebensache.

Es gibt ganz klar Berufe, die sehr dicke Menschen nicht ausüben können, Berufe, die körperlche Leistungen erfordern, welche sehr dicke Menschen nur mühsam erbringen können, Arbeitsplätze, für die sehr dicke Menschen einfach nicht passen, weil es dort einfach zu eng für sie wird.

Doch die Weigerung jemanden an einem Ort zu beschäftigen, der Platz genug böte und dessen körperliche Anforderungen auch ein dicker Mensch erfüllen kann, wo es rein um den Anblick des dicken Menschen geht, sind leider sehr zahlreich.

Auf dieser Seniorenseite wird eine Weigerung, jemanden wegen des Gewichts aus oberflächlichen Gründen nicht einzustellen klar als Diskriminierung gewertet und die Kommentare sind (für eine Internetseite) erstaunlich neutral und verständnisvoll.

Wird es ein Umdenken geben? Vollbeschäftigung, die Alterung der Gesellschaft, die Tatsache, dass ältere Menschen im Durchschnitt dicker sind als jüngere, das alles könnte dazu führen, dass vermehrt auch dickere Menschen einen Job finden, denen sonst immer die Türe vor der Nase zugeschlagen worden ist.

Was meiner Ansicht nach auch helfen könnte, wären mehr weibliche Chefs. Vor allem Chefinnen, bei denen Ergebnisse zählen, die ihr Denken und Urteil nicht dem Schönheitsdiktat der Medien unterworfen haben.

Denn, wenn ein männlicher Chef eine Bewerberin als zu dick bezeichnet, wenn männliche Kunden eine Angestellte für zu dick halten, und man hinterfragt das „zu dick wofür“? – stellt sich meist heraus, dass eine dicke Frau mit rundem Bauch einfach den Fortpflanzungstrieb der Männer nicht reizt, nicht „sexy“ ist, weil der Anblick des dicken Bauches ein „ich bin besetzt“ – Signal an den primitiven Teil des männlichen Gehirns sendet, dessen Einfluss sich viele Männer nicht entziehen können. Sex sells – das gilt leider auch für viele Arbeitsplätze, in denen etwas „verkauft“ werden muss und sei es die eigene Arbeitskraft. „Mann“ hat halt oft lieber etwas „Schönes“ zum Anschauen, wenn er die Wahl zwischen dünn + einigermaßen tüchtig und dick + sehr tüchtig hat, fällt sehr oft leider der Fortpflanzungstrieb die Entscheidung und nicht das Großhirn.


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Dünner ist gleich jünger und besser? Die Diät von Kanzlerin Merkel

Die Kanzlerin hat abgenomen. Das ist vielen Blättern mehr Raum wert, als das Leid der entführten Mädchen in Nigeria, die Verzweiflung der Menschen in Syrien und wie elend es vielen Menschen der Katastrophe in Haiti oder dem Erdrutsch in der Türkei geht oder wie furchtbar die Überschwemmungen in Bosnien die Menschen dort treffen. Ein wirklich trauriges Beispiel dafür, was bei uns welche Wertigkeit genießt.

Nun ist die Kanzlerin ja nicht irgendjemand. Sie ist die mächtigste Frau Europas und war für mich vor allem ein Vorbild darin, dass sie wegen ihrer Arbeit und Persönlichkeit geschätzt wurde und ihre Körperform Nebensache war.

Das Rauschen im Blätterwald und der Auftritt von die Partei bei einer Walhkampfveranstaltung der CDU mit Plakaten, die  Frau Merkels Gewicht zum Thema machen, hat mich wieder auf den steinigen Boden der Tatsachen zurückgetreten. Ja, es ist schmerzhaft zu lesen, dass eine Frau, die soviel für ein so großes Land bewirken kann, sich für ihre Körperform offenbar genauso rechtfertigen muss wie ihre armen Geschlechtsgenossinen, die anderswo die roten Teppiche auf und ab marschieren. Während bei ihren Amtsvorgängern deren Körperform weit unwichtiger zu sein schien und sich auch Franz Josef Strauß in Bayern vor allen Kameras an Bier und Würsten laben durfte, muss Frau Merkel ihren Wert als Mensch und Kanzlerin jetzt schon auf der Waage verteidigen.

Die Bunte hat zwei Fotos gepostet, die Frau Merkels Gewichtsverlust demonstrieren.

Ja, Frau Merkel sieht dünner aus. Aber sie deshalb gleich auch jünger erscheinen zu lassen? Weniger Fülle im Gesicht lässt die Falten stärker hervortreten, besonders die strengen Falten vom Mund abwärts, nicht zu vergessen auch die Falten an den Händen.

Und ob die Kanzlerin sich tatsächlich nur Gutes tut, ihren Stesspuffer abzubauen, ihren Panzer dünner zu machen wird sich noch zeigen. Ich hoffe, es kommt zu keinem Jojo Effekt, der sie enttäuscht und ihr dann Häme von politischen Gegnern und aus dem Blätterwald der Oberflächlichkeiten entgegenrauscht, denn es gibt vieles, was ich als Österreicherin an der deutschen Kanzlerin schätze, ganz oben steht da ihre persönliche Integrität vor der sich viele österreichische Politiker eine sehr, sehr dicke Scheibe abschneiden sollten.

 

 

 


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Was Mäuse nicht dick macht, macht das Menschen dünn?

Mit Laborversuchen ist das ja so eine Sache, dass sie gern auf den Menschen umgemünzt werden, noch ehe sie an Menschen getestet worden sind.

Mäuse sind sozusagen die besseren Menschen. Und so wird das Fressverhalten und seine Auswirkungen bei Mäuseversuchen sofort als wichtigen Wegzeiger für das Verhalten der Menschen gedeutet.

In der Deutschen Medizinischen Wochenschrift war dieser Tage wieder so ein Artikel drin. Wissenschaftler haben dank der Mäuse herausgefunden, dass wir Menschen des Nachts nichts mehr essen sollten. Also durchschlafen ist angesagt. Bei den Mäusen war das relativ einfach, die bekamen ihr Fressen nur innerhalb von acht Stunden untertags und später nichts mehr und siehe da, sie wurden weniger dick als ihre Mausekollegen, die jederzeit fressen konnten, aber gesamt nicht mehr bekamen.

Schuld, so schlussfolgern die Forscher jetzt, ist die Tatsache, dass nächtliches Essen die Hormonarbeit durcheinanderbringt. Was der Körper mit der aufgenommenen Nahrung macht, ob er sie einbunkert in Fettzellen oder gleich verarbeitet hängt davon ebenso ab, wie unser Hunger- und Sattheitsgefühl. Wir müssten des  Nachts eigentlich satter sein ohne viel zu essen, weil unser Huntergunterdrücker Leptin vermehrt des Nachts produziert wird. Dann eben, wenn wir bei einem ungestörten Schlaf sowieso nichts essen möchten, weil wir  lieber weiterschlafen, da hilft das uns.

Wenn wir aber Stress haben, uns Alpträume wach halten, ein Partner ständig schnarcht oder unseren Schlaf anderweitig unterbricht, kann das System nicht richtig arbeiten. Auch Schichtarbeiter, die über Nacht in künstlich erhellten Fabrikshallen mit mehreren Red Bulls im Magen ihre Leistung bringen müssen, haben kaum Chancen, ihr Leptin arbeiten zu lassen und die Phase der Fetteinlagerung einfach zu verschlafen.

Wir sollten wieder davon abkommen, in der Nacht produzieren zu wollen. Dass Ärzte und Polizisten auch nachts gebraucht werden, wird sich kaum vermeiden lassen, aber warum müssen Produktionshallen auch in der Nacht unter Vollbetrieb sein? Wäre es nicht menschenfreundlicher einfach eine zweite Halle zu bauen, sodass doppelt soviel am Tag und dafür nichts in der Nacht hergestellt wird?

Es ist leicht, einen Schichtarbeiter als ungebildeten Dicken zu verlachen und zu verkünden, dass solche Schichten einfach zu ungebildet seien, um sich gesund zu ernähren und dabei die Augen zu verschließen vor der Tatsache, dass seine nächtliche Arbeit unseren Wohlstand mit erhält und er dafür auch noch mit seiner Gesundheit bezahlt, damit wir reichlich, immer und überall einkaufen können, was wir wollen. Es ist leicht, und es ist falsch und zu kurzsichtig. Das zumindest kann man von den Mäusen lernen.