Nicht schlank? Na und!

Weg vom Diätfrust und einfach gut leben


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Gefährliche Vorbilder für junge Mädchen: Chrissy Teigen, Hana Nitsche und andere „Stars“ in der Magerspirale

Dass Hollywood unbarmherzig ist, wenn es darum geht, seine Schauspieler und Schauspielerinnen die Gewichtsskala rauf und runter zu jagen, ist längst bekannt. Kaum ein andere Branche verlangt von den Menschen, die sich dort um die Jobs bemühen körperlich derart Ungesundes ab. Außer vielleicht die Modelwelt, wo es aber im Gegensatz zur Filmindustrie nur eine Richtung zu geben scheint: Nach unten, zum Skelett, zum magersüchtigen Wrack.

Das Internet und die Sucht nach Selbstdarstellung, der Wunsch es nicht den Fotografen zu überlassen, was die Fans von einem sehen, der Zwang überall präsent zu sein und vor allem das mangelnde Selbstbewusstsein vieler Schauspielerinnen und Models führt dazu, dass diese extrem empfindsam reagieren, sollten boshafte Stimmen ihnen Gewichtszunahme oder gar Dicksein unterstellen. Es ist erschreckend, wie diese jungen Frauen mit ihren Körpern umgehen, als ob sie sich selbst nur dann leiden könnten, wenn sie von den anonymen Stimmen aus dem Netz getätschelt werden. „Schau, wie dünn ich bin. So bin ich richtig, oder?“ scheint die Deviese zu sein.

Es hat einen Beigeschmack, wenn Promimagazine wie die Joy, zuerst mal Artikel über Models wie Chrissy Teigen und Hana Nitsche bringen und dabei beklagen wie dünn diese geworden sind, andererseits aber auch jeden Spruch, den jemand über das „Dicksein“ einer prominenten Person gemacht hat, groß auswalzen müsssen. Wenn für Schauspielerin gelten würde, dass sie umso mehr umjubelt werden, je besser sie ihren Job machen, je überzeugender sie in den Filmen wirken, wäre das Selbstbewusstsein dieser jungen Frauen vielleicht resistenter dem Gift aus dem Netz gegenüber. Doch so hungern sich diese talentierten Frauen ihre letzte Lebensfreude, ihre Kraft und Energie von den Knochen und zieren als Vorbilder die Titelseiten der Magazine.

Junge Mädchen kaufen diese Blätter, stellen sich dann vor den Spiegel und vergleichen die mit Photoshop zurecht vergrößerten Busen und Augen, die dürren Arme und Beine, die Delle, die einmal ein Bauch war mit ihrem eigenen Aussehen und verzweifeln. Wie sollen sie jemals so „schön“ werden wie diese Titelbilder? Da gibt es nur eine Lösung: Hungern bis man umfällt, Abführmittel, Appetitzügler, Diätessen, wenn überhaupt …  Die Abnehmbranche darf sich freuen, der Magerwahn aus Amerika wird ihnen viel neues Geld in die Kasse spülen.

In dem Artikel über Chrissy Teigen ist unterhalb eine Fotostrecke mit Kommentaren zu verschiedenen Stars, die jetzt zu dünn erscheinen. Es ist wirklich erschreckend, wie der Magerwahn bei prominenten Frauen zugeschlagen hat. Darunter auch sehr bekannte Namen wie Kate Bosworth, Sarah Jessica Parker, Miranda Kerr und auch Männer wie der Schauspieler Chris Hemsworth sind davor nicht gefeit. Wobei Hemsworth es für eine Rolle und nicht aus Angst vor dem Gift aus dem Netz getan hat. Da viele der Bilder aus dem Jahr 2011 sind, lohnt sich das Nachschauen auf den Webseiten der Stars, ob diese inzwischen aus dem Knochental herausgefunden haben. Bei Miranda Kerr ist das wohl noch nicht der Fall, wie Hals und Handgelenke zeigen. Dass bei diesen Gliedmaßen ein voller Busen (der fast mehr Umfang zu haben scheint als die Hüfte) nicht natürlichen Urpsrungs sein kann, ist klar, somit ist die nächste Botschaft an die jungen weiblichen Fans dieser Stars: Wenn ihr erst so dünn seid, dass von eurer Oberweite nichts mehr übrig ist, stopft sie aus. Angesichts der Skandale mit den Implantaten eine nicht minder fragwürdige Botschaft wie der Magerwahn an sich.


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Das Alter und das Übergewicht. Warum es wichtig ist, nicht zu dünn zu sein.

Wenn die steigende Zahl Übergewichtiger Menschen in Deutschland, Österreich oder sonstwo in Europa und den USA beklagt wird, fällt auch häufig der Beisatz, dass das Übergewicht bei Menschen jenseits der fünfzig besonders im Zunehmen begriffen sei und die Senioren wären allgemein zu dick.

Sebst Seniorenmagazine balsen in das gleiche Horn, und wollen den älteren Menschen vorschreiben, wie sie was zu essen haben.

Nun aber gibt es auch Gegenstimmen, die einen Schlankheitswahn im Alter für nicht besonders gesundheitsfördernd erachten.

Ein aktueller Bericht in der Bauernzeitung bringt es gut auf den Punkt. Im Alter sind viele Menschen weniger aktiv und ihr Geschmacksempfinden verändert sich. Vor allem süß wird noch wahrgenommen, andere Geschmacksempfindungen nur noch mangelhaft. In der Folge bevorzugen ältere Menschen süß schmeckende Speisen. Bei weniger aktiv und mehr süßem Essen glauben viele, dass Senioren automatisch „zu“ dick sind. Doch durch Appetitlosigkeit und auch dadurch, dass weniger Bewegung auch Muskelabbau zur Folge hat, kommt stattdessen eine Abwärtsspirale in Gang. Die älteren Menschen verlieren an Gewicht, sodass Unterernährung ein viel größeres Gesundheitsproblem darstellt als Übergewicht. Krankheiten, längere Krankenausaufenthalte zehren an den Reserven und wenn keine da sind, wird es lebensbedrohend. Ein weiterer Aspekt, den die Diätapostel völlig außer Acht lassen, ist dass der Bedarf an Nährstoffen und Vitaminen bei Senioren nicht geringer wird, im Gegenteil. Viele wichtige Inhaltsstoffe werden auch aufgrund von Magenschleimhautirritationen und Gastritis nicht im erforderlichen Umfang aufgenommen, wodurch mitunter sogar Nahrungsergänzungsmittel nötig sein können.

Dieser britischen Studie, die Daten von älteren Diabetespatienten verglichen hat, mag man, so hat es bei den Bemerkungen unten im Artikel den Anschein, nicht so recht glauben. Menschen mit einem BMI über 26 leben länger als Menschen mit einem BMI darunter? Die schlankeren Diabetespatienten ab 65 haben ein um 18% höheres Sterberisiko als ihre dickeren Altersgenossen. Sogar jene, die einen BMI über 32 hatten, lebten länger als jene unter einem Wert von 26. Dr. P. Constanzo von den Universitäten Hull und York, der die Studie leitete, versucht es damit zu erklären, dass im Alter Übergewicht auch protektive, also beschützende, Funktionen haben kann. Da auf dem iabeteskongress in Barcelona 2013 vorgestellte Studie den Wünschen der Diätindustrie zuwider läuft, kommt im gleichen Artikel auch sofort ein Kommentar von Prof. Helmut Schatz, dass so ein Ergebnis nicht ganz ernst zu nehmen sei, schließlich wurden hier nur Daten analysiert, die andere gesammelt hätten. Natürlich ist es zuverlässiger, wenn eine Studie ihre Daten selbst sammelt und sich nicht auf die Methoden anderer Forscher und Datensammler verlässt.

Nun frage ich mich, weshalb diese Methode gerade bei diesem Ergebnis offen kritisiert wird, es jedoch viele andere neuere Studien in rennomierte Medizinzeitschriften schaffen, die genau auf ähnliche Weise zu ihren Ergebnissen gekommen sind, nur waren diese Ergebnisse von der üblichen Art, die Angst vor jeglichem Übergewicht macht und dafür  sorgt, dass besorgte Ärzte immer zum Abnehmen raten und fleißig Rezepte ausstellen, denn was gut für die Pharmaindustrie ist, kann ja nicht schlecht für die Menschen sein, oder?


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Butter vs. Magerine oder Udo Pollmer vs Sven David Müller – was ist gesund, was macht dick und krank?

Die Debatte um den richtigen Brotaufstrich hat wieder einen Schub in Richtung Magerine bekommen. In diesem Lifestyle-Artikel kommt wieder einmal der Margineanbeter Sven David Müller zum Zug und darf sein Loblied auf das Pflanzenfett singen. Eigentlich spielt man hier ein altes Lied, denn Sven David Müllers Meinung zu Magerine und Butter ist seit längerem im Netz unterwegs und seine Panikmache vor Butter kann man auch in seinen Büchern nachlesen.

Und davon hat er sehr viele geschrieben. Er ist kein Arzt, sondern Medzinjournalist, der eine Ausbildung zum Diätassistenen gemacht hat. In seinem Bemühen, seine Diätliteratur an die Frau zu bringen, hat er mehrere Vereine rund um Diätthemen gegründet oder unterstützt und die Abnehmindustrie liebt ihn heiß, denn als Diätpapst treibt er die Verängstigten und Verzweifelten genau in ihre Arme. So jemand darf natürlich keine Butter mögen. Sie ist in seinen Augen der Quell allen Übels, ihre Transfette machen fett, dumm, krank und wenn jemand einen Schlaganfall erleidet, einen Herzinfarkt oder eine Arterienverkalkung, dann kann nur die Butter Schuld daran sein.

Vor allem aber ist Butter ein natürliches Lebensmittel, das seit Urzeiten ohne chemische Industrie auskommt, das nicht mit künstlichen Vitaminen, Farb- und Geschmacksstoffen angereichert werden muss, etwas, das den Bauern, aber nicht der Lebensmittelindustrie Geld bringt. Sowas gehört abgeschafft und am besten, in dem man die Panik davor schürt. Die Magerineproduzenten haben in Herrn Müller einen treuen Verfechter ihrer Produkte.

Lästig, dass es daneben noch solche bekannte Autoren wie Herrn Udo Pollmer gibt. Der hat auch viele Bücher geschrieben, ist ausgebildeter Lebensmittelchemiker und hat an einer Fachhochschule und Universität gelehrt. Übel, dass er in seinem Labor selbst Lebensmittel prüfen und nicht wie Herr Müller die Studienergebnisse (welche denn?) anderer in seinen Artikeln/Presseaussendungen wiederzugeben, ohne prüfen zu können, was daran richtig ist.

Und Herr Pollmer kommt zu einem anderen Schluss, was den Vergleich zwischen Butter und Magerine betrifft. Er verteufelt weder das eine noch das andere, verweist aber darauf, dass in der Industrienahrung teure Butter oft durch die billige Magerine ersetzt wird. Kein Wunder also, dass Magerine gelobt werden muss, man will ja schließlich nicht zugeben, dass einzig die Gewinnspanne und nicht Geschmack- und Gesundheit die Richtlinien für die Wahl der Zutaten sind.

Und wer Herrn Pollmers Aussagen ablehnt, weil Herr Pollmer kein dünner Adonis ist, der findet ausgerechnet auf der Webeseite flacherbauch.com ein Loblied auf die Butter von Mike Geary, ebenfalls diplomierter Ernährungsexperte und  diplomierter Personal Trainer.

Was glauben? Wem vertrauen? Den eigenen Hausarzt fragen?

Wenn Sie bislang kein Cholesterinproblem haben und bei der jährlichen Gesundheitsuntersuchung keine Beanstandung erfolgte, ist das, was Sie im Augenblick an Streichfett aufs Brot bevorzugen für Sie offenbar nicht gesundheitsgefährdend.

Ich persönlich liebe Butter. Ich verwende sie sparsam (Biobutter ist ja nicht billig) als Geschmacksverstärker. In die Pfanne kommt Albaöl und wenn das Essen fast fertig ist, noch ein kleines Stück Butter dazu, um den Geschmack noch zu verbessern. Magerine findet man in meinem Kühlschrank nicht. Ich brauche kein Produkt der chemischen Industrie auf meinem Brot oder in meiner Pfanne.

 

 


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Dicke Menschen unter dem Messer. Ist Adipositaschirurgie das Allheilmittel gegen Übergewicht?

Wer einen BMI über 35 hat und durch zahlreiche Selbstversuche lernen musste, dass Diäten, egal wie hart man sich selbst jedes Kilo abhungert am Ende nichts bringen, ist in Österreich leicht versucht, sich die Überfülle an Körpervolumen operativ entfernen zu lassen. Die Krankenkasse zahlt solche Eingriffe, im guten Glauben, dass die Verminderung des Risikos für Diabetes Typ 2 und  die Verhinderung dessen, was noch alles als Folgeerkrankungen für Übergewicht gehandelt wird, diese Investition wert sei.

Die Zeit der Fettabsaugung sind vorbei.

Was derzeit gemacht wird, sind quasi Diätfördernde Operationen, also Eingriffe, die Menschen zwingen ihr Essverhalten zu ändern. Meist lebenslang, irreversibel.

In diesem Artikel hier sind die Risiken und Folgen dieser Operationen sehr anschaulich dargestellt. Wenn man über die Einleitung hinwegliest, welche nur wiederkäut, was die WHO der Abnehmindustrie zuliebe als unbestreitbar hinstellt, kommen weiter unten ein paar wirklich interessante Fakten.

Durch die Operationen wird das Hormon Ghrelin reduziert. In der Folge haben die Patienten weniger Hunger. Ihre verstümmelten Verdauungsorgane können viel weniger Nahrung aufnehmen, kleine Häppchen sind die Hauptmahlzeit, Essen verliert an Attraktivität und so fallen in diese zwei ersten Jahre nach solchen Operationen (Schlauchmagen, Magenbypass oder Magenband) die großen Erfolge. Die radikale Hungerdiät raubt dem Körper bis zur Hälfe seines ursprünglichen Gewichts.  Begleitet wird die geringe Nahrungsaufnahme von Depressionen und Mangelerscheinungen.

Doch für viele ist der Leidensweg nach diesen zwei ersten Jahren noch nicht zu Ende. Bei großem Gewichtsverlust bleibt auch viel Haut übrig, die in Falten herunterhängt. Doch die Operation, um diese Hautlappen loszuwerden ist extrem aufwändig und wird nur für den Bauch von der Krankenkasse bezahlt. Mit dem Rest müssen die Patienten leben oder selbst tief in die Tasche greifen. Versucht der Patient dann, im Ausland die Leistung günstiger zu erhalten, gibt es oft Infektionen als Nebenwirkungen, deren Behandlung nicht von der Krankenkasse übernommen wird.

Die Nachbehandlung solcher Operationen und auch die psychologische Betreuung kommen eindeutig zu kurz, vor allem, da die Patienten meist nicht über ein so dickes Bankkonto verfügen und so gezwungen sind, das Leid, das die Operation in der Folge mit sich bringt, zu ertragen.

Kann Adipositaschirurgie wirklich als Allheilmittel und Lebensretter gesehen werden? Vor allem da auf manchen Klinikseiten damit geworben wird, dass Operationen schon mit BMI ab 25 ratsam sind…

 


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Welcher Zucker macht uns dick?

Wir essen zu viel Zucker. Das schlägt uns jeder Ernährungsberater um die Ohren und die Ärzte stimmen mit ein.

Mein Eindruck hingegen ist, wir essen den falschen Zucker. Und wir essen ihn, ohne ihn essen zu wollen und wir trinken ihn, vor allem die Kinder, in der Annahme, er sei so viel gesünder als der Traubenzucker.

Das Gehirn des Menschen läuft nur dank Traubenzucker. Wie eine Studie der Universität Oxford und Universität von Süd-Kalifornien laut diesem Artikel  durch Gehirnscans herausgefunden haben, reagiert unser Gehirn auf den Konsum von Glukose, also Traubenzucker mit einer Sättigungsreaktion. Bekommt es davon zu wenig, ruft es nach mehr und verstärkt das Hungergefühl. Nun schmeckt Traubenzucker zwar süß, aber längst nicht so viel wie Fruchtzucker. Und die Wirkung auf unser Gehirn bleibt aus. Da im Obst aber weit mehr drin steckt als purer Fruchtzucker ist dort die Sättigung natürlich vorhanden.

Zum Problem wird Fruchtzucker erst durch die industrielle Fertigung aus Mais, der in den USA in riesigen Mengen hergestellt wird.  Um ihn zu verbrauchen werden nicht nur Rinder damit gefüttert sondern vor allem auch die Menschen. Und zwar in Form von Frucktose, die aus dem Mais industriel gewonnen wird. Dieses günstige Süßungsmittel steckt in so vielen Lebensmitteln drin, wo man gar nicht damit rechnen würde, von Pizza bis zu Diabetikermüsli. Als Kinder werden wir auf diese wirkungslose Süße angefixt durch die Breikost und spezielle Fertigprodukte für Kinder, in denen viel Fruchtzucker „Die Süße aus Früchten“ drinsteckt. Wir lernen früh, dass wir Unmengen davon brauchen, um satt zu werden und schmecken tut es, weil unser Gehirn die Aufnahme von Süßem belohnt in der Hoffnung, endlich das richtige Süß zu bekommen, nämlich Glukose.

Dadurch, dass wir dem richtigen Süß hinterheressen, nie richtig satt werden, kommt es zu Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck und Leberverfettung, die laut diesem Artikel vor allem auf den übernatürlich hohen Fruktosekonsum durch Fertiglebensmittel zurückzuführen ist.

Was also tun?

Sich einfach trauen wieder Fett und Traubenzucker zu essen. Genussvoll. Und dabei in sich hinein hören, wann der Körper darauf reagiert. Ja, richtig, Fett gehört auch dazu. Die Fettphobie hat dazu geführt, dass vielen Lebensmitteln der Geschmacksträger abhanden kam (Joghurt zum Beispiel) und das durch Verdickungsmittel, Geschmacksverstärker und vor allem industriellen Traubenzucker ausgeglichen werden musste.

Lassen Sie die Light Produkte stehen, steigen Sie auf traditionell verarbeitete und naturnahe Produkte um, wenn Sie können. In diesem Artikel hier finden Sie eine gute Zusammenfassung des Light-Problems.

Testen Sie selbst aus, wie sich ein Light und die gleiche Menge des Nicht-Light Produkts auf Ihr Sättigungsgefühl auswirken. Studien sind mitunter hilfreich, aber es ist der eigene Körper, der das Maß aller Dinge sein sollte.

Und wenn möglich, kippen Sie alle gesüßten Limos und Geschmacks-Mineralwässser weg. Nichts belügt den Körper schlimmer als diese Fruktosebomben.

 

 

 


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Dick durch Heirat? Fördert das Eheleben das Übergewicht? Bleib Single, bleib schlank?

Es wird verkauft als völlig neue Erkenntnis und sicher bald wieder die Runde durch den Blätterwald machen: Frauen werden dicker, wenn sie verheiratet sind.

Das hat eine Umfrage einer Partnerbörse ergeben und auf woman online gibt es gleich Tipps dazu, wie man „ihm“ entkommen kann. Nicht dem Partner, sondern seinem schlechten Einfluss. Er ist ja die Triebfeder, dass Frauen zu viel essen, zu wenig Sport machen und überhaupt. Die gut gemeinten Tipps unten werden sicher einige Frauen beherzigen und wenige Männer wirklich ernst nehmen. Nach einem stressigen Arbeitstag, womöglich nach körperlich anstrengender Arbeit noch gemeinsam Sport machen? Da werden viele erschöpfte Männer sicher nein sagen und lieber vor dem Fernseher sitzen bleiben. Und nur wenige Frauen haben dann genug Selbstachtung, um ihn dort auch allein sitzen zu lassen und zu tun, was sie eigentlich mit ihm tun wollten, eine Runde schwimmen gehen, Tennis spielen, joggen oder ins Fitness Studio.

Was mich an den Tipps stört ist eben, dass die Frau zurückstecken muss, wie es scheint. Nicht dass abwechselnd  Fisch, Gemüse und Fleisch auf den Tisch kommt, nein, der holde Herr und Meister darf weiterhin seinen Braten verspeisen, die Frau bekommt die Beilagen, wenn sie sich nicht selbst noch ein Extragericht kocht. Viel Spaß mit dem Aufwand, nur damit er nicht einen Kompromiss eingehen muss.

Noch schlimmer ist die Bildbotschaft bei Elitepartner zu diesem Thema. Da ist ein glückliches, nicht dünnes Paar zu sehen. Und der Artikel vermittelt gleich die Botschaft: Genau das wollen wir nicht. Dick sein ist nicht elitär. Dick sein hat nichts mit Glück zu tun, darf es nicht zu tun haben. Dick zusammen glücklich sein, wo kämen wir denn da hin? Sowas macht mich wütend. Ich finde das Paar sehr nett und durchaus eine Empfehlung gegen die Einsamkeit, die viele in ihrem Dicksein leider begleitet.

Die Nachricht an sich hat schon einen Bart:

short news 2008

Schweiz am Sonntag 2013

express.de 2008

wobei beim letzten Artikel behauptet wird, dass die Männer in Beziehungen dicker sind als die Singels.

Was nun? Allein bleiben um der Figur willen?  Grausam wird es, wenn der Mann seine Frau später einmal verlässt, die sich vom schlanken single in eine rundlichere Ehefrau gewandelt hat, womöglich auch durch einige Schwangerschaften. Wenn es dann heißt, ich nehme mir etwas Jüngeres, Dünneres, du bist nicht mehr die, die ich mal liebte.

In meinen Augen ist es vor allem für die Frauen wichtig, eine Beziehung nicht als Verschmelzung und Auflösung ihrer selbst zu sehen, sondern als Partnerschaft. Auf das eigene Wohlgefühl, den eigenen Bauch hören, wenn es ums Essen geht, auf das eigene Bedürfnis nach Bewegung achten. Auch Männer geben sich nach der Heirat nicht auf, warum sollten es wir Frauen tun?

 


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Esstempo, Omelett und Selbsteinschätzung: bunt Gemischtes zu „Übergewicht“

Wir essen zu schnell. Was die Forschungsgruppe um Christoph Beglinger vom Universitätsspital Basel  als Forschungsergenbis laut diesem Artikel ist für mich mit einigen Fragenzeichen zu versehen. Zum einen haben sie nur zwanzig Personen mit Übergewicht getestet und zwanzig Personen ohne. Das ist eine geringe Zahl um daraus auf „alle“ schließen zu dürfen. Auch sagt der Artikel leider gar nichts darüber aus, wie die Gruppen zusammengesetzt waren. Dass man mit viel Hunger schneller isst, klingt logisch. Aber warum sollen nicht Übergewichtige (wie übergewichtig waren denn die Übergewichtigen in der Studie?) nicht so hungrig sein wie Übergewichtige? Vielleicht hat die Studie ja zu viele Morgenmuffel erwischt unter den Nicht-Übergewichtigen, die überhaupt nicht gern frühstücken und zu viele  Frühstücksliebhaber unter den Übergewichtigen. Ob ihre morgendlichen Essgewohnheiten überhaupt berücksichtigt wurden und wie früh am morgen das war, davon steht in dem Artikel auch leider nichts.

Die Schlussfolgerung der Studienleiter ist wieder mal typisch: Die Dicken schlingen zu schnell, daher nehmen sie zu viele Kalorien in zu kurzer Zeit auf. Deshalb sind sie dick. Also …. hätten Dicke bessere Essmanieren und mehr Selbstdisziplin hätten sie längst einen schlanken Körper. …

Vielleicht sollte man als dicker Mensch einfach nur das Richtige Frühstücken. Wie zum Beispiel die Spanier ein Omelett mit Kanariengras und Amaranten, welche den Fettabbau unterstützen und zudem satt machen, wie hier in nicht so gutem Deutsch zu lesen ist. Zudem soll Kanariengras das Cholesterin senken. Wer sich fragt, was denn Kanariengras ist, hier eine Erklärung. Auf jeden Fall besser ins Omelett als dass man es als teures Pulver löffelt. Sofern es auch schmeckt, natürlich.

Offenbar sind Männer weit weniger Diätanfällig als Frauen, was man in seiner Verwandt- und Bekanntschaft sicher auch beobachten kann. Woran das liegt? Sie sind sich selbst gegenüber einfach toleranter und sehen sich nicht als dickes Problem, selbst wenn sie aus dem hochgelobten, heiligen BMI-Raster herausfallen. Dabei sind 67% der deutschen Männer zu dick und nur rund 30% erkennen das auch. Ist das nicht furchtbar, findet die Apothekenumschau, deren Meinung derzeit in vielen Onlineartikeln nachgebetet wird. Es ist wirklich ein hartes Brot, Männern diverse Diätmittelchen aus der Apotheke verkaufen zu wollen, wenn sie nicht erkennen wollen, dass sie diese sooo drigend brauchen.

Und wofür sind die Menschen angeblich zu dick? Die Arbeitslosenzahlen sind niedrig, also können sie arbeiten. Der Konsum ist gut, also können sie die Wirtschaft ankurbeln. Die Geburtenzahlen sind nicht mehr sooo im Keller, also können sie sich fortpflanzen. Und länger leben tun wir ohnehin im Durschnitt alle und das schiebt sich ständig nach oben. Fragt man sich, ob nicht vielleicht an dieser Einstufung des BMI etwas faul ist und nicht an der Selbsteinschätung deutscher Männer.