Nicht schlank? Na und!

Weg vom Diätfrust und einfach gut leben


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Zuckersüchtig?

Experten sind sich uneinig, was den Terminus „Zuckersucht“ betrifft, wie dieser Artikel zeigt. Den einen fehlen die typischen Entzugserscheinungen, wenn man auf Zucker verzichtet, andere wiederum verweisen auf Laborratten, die zu zittern anfangen, wenn man ihnen ihr Essen ohne Zucker serviert, nachdem sie daran gewöhnt worden sind.

Nun sind Menschen ja keine Laborratten und da wir nicht zur Flasche greifen, sobald uns die Schokolade ausgeht, würde ich mich nicht als zuckersüchtig bezeichnen. Wohl aber ist unser Körper auf Zucker geeicht, auf Traubenzucker nämlich, denn nur der passt durch die Wand der Darmzotten und wird durch das Blut im Körper verteilt. Wir speichern Energie auch als „tierischen Zucker“ in der Leber und wenn wir alt werden, ist „süß“ der einzige Geschmack, den wir noch so spüren können wie in unserer Jugend. Süß ist auch der Geschmack, den die Natur als primäres Lockmittel bereithält, egal ob in Früchten oder im Nektar der Blüten. Wir haben schon in unserer Frühzeit gelernt, dass alles süße nicht nur schnell viel Energie gibt, sondern auch reif und ungiftig ist. Daher gibt uns Zucker, also Süße ein gutes, sicheres, geborgenes Gefühl.

Wenn wir nichts Süßes essen, greifen wir zu Nahrung, die wir in Zucker verwandeln können. Also zu anderen Kohlenhydraten.

Zucker zu verteufeln heißt, das Hirn hungern lassen zu wollen, weil es ja nur mit Traubenzucker arbeiten kann.

Zucker vermag vieles und viel Gutes.  Eines jedoch kann Zucker nicht. Uns auf Dauer allein glücklich machen. Die Pralinen oder das Eis geben uns, wenn wir traurig sind, einen kurzen Moment des Glücks. Doch sie können die Ursache der Trauer nicht beseitigen und sobald der Geschmack weg ist, kommt die Trauer zurück.

Ich ziehe es vor, Zucker als das zu verwenden, was er am besten kann: ein Leckerbissen sein. Ein Gewürz für Saucen, ein Dessert nach dem Hauptgang, ein Leckerbissen für gemütliches Zusammensein in einer Freundesrunde. Ich versuche zu vermeiden, ihn als Problemlöser einzusetzen, denn solche Trostpflaster verhindern in meinen Augen, dass ich aufstehe, die Ärmel hochkremple und entweder eine Lösung für das Problem suche oder einen Umweg, der mich um das Problem herum zu neuer Zufriedenheit führt.

 


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Wohnungswechsel für ein schlankes Leben?

Studien zum Übergewicht von Kindern werden von der Öffentlichkeit immer mit viel Aufmerksamkeit honoriert. Es gibt kaum etwas, das die Gemüter so erregt, wie die Vorstellung, dass Eltern ihre Kinder durch Ignoranz oder Gleichgültigkeit mästen bis sie nur noch in den Kindergarten oder die Volksschule rollen können.

Schon zuvor hatte man den Bildungsstand der Eltern ins Visir genommen, frei nach der Schlussfolgerung: Wer nichts gelernt hat, der kann auch nicht wissen, wie man sich gesund ernährt oder was er seinen Kindern antut, wenn er nichts gegen ihre runden Formen unternimmt.

Eine neue Studie geht einen Schritt zurück von diesem Ansatz und konzentriert sich auf die Wohnsituation der Kinder. Wenn Kinder in sozialen Brennpunkten leben, in einer Betonwüste, wo ein Klotz voller zu enger Wohnungen sich an den nächsten reiht, wo viele Menschen arbeitslos und ohne Perspektive sind, dort, sind nach dieser Studie der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig, sind schon doppelt so viele Volksschüler übergewichtig wie in den Gegenden, wo die gebildeten Menschen mit Wohlstand und sicherem Einkommen bevorzugt wohnen. Namen von Stadtteilen finde ich in diesem Artikel dazu nicht, aber die Schlussfolgerung, dass Grünanlagen, Spielplätze und die Anbindung an die Infrastruktur in den Augen der Forscher eine Rolle spielen.

Egal, was dran ist an der Kombination Spieplatz gegen Übergewicht (oder erweitert: wer nicht gebildet ist, geht mit seinem Kind nicht ins Grüne, sondern hängt vor dem Fernseher herum….), wenn es die Städte dazu bringt, mehr Spielplätze und Grünanlagen in solche Betonwüsten zu setzen, ist es für die Bewohner dort sicherlich von Vorteil, weil es das Klima verbessert und mehr Möglichkeiten bietet.

Dass die öffentlichen Verbindungen in Leipzig am Wochenende nicht zum Ausgehen verlocken, wenn ma nicht im Zentrum wohnt, kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Bei Regen, Kälte und beißendem Wind bibberte ich geschlagene 47 Minuten am Samstag Abend einer Bushaltestelle in einer eher dunklen, wenig freundlich aussehenden Straße bis ich endlich das letzte Stück zu meinem Hotel zurücklegen konnte. Ja, Taxis können helfen, aber das ist dann wieder eine Frage des Geldes und öffentliche Verkehrsmittel sollten eigentlich dazu beitragen, dass weniger und nicht mehr Verbrennungsmotoren die Luft einer Stadt verpesten.

 


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Eindrücke aus Leipzig

Einer der bleibenden Eindrücke von der Buchmesse in Leipzig ist die Frage, warum es bei einer so riesigen Veranstaltung kaum möglich ist, etwas zu essen, das weder ein Fleisch/Wurstprodukt noch eine Süßspeise/Nascherei ist?   Mein Fastenvorsatz war ja, auf diese beiden Produktgruppen zu verzichten. Hätte ich nicht einen Apfel vom Frühstücksbuffet meines Hotels mitgenommen, wäre mir der Magen bis in die Kniekehlen gehangen. Aufgrund des Ansturms auf die Catering-Restaurants bin ich wirklich viele Imbissstände abgelaufen auf der vergeblichen Suche nach einem vegetarischen Snack, der nicht süß ist. Fehlanzeige. Falls jemand einen Tipp hat, wo ich hätte suchen sollen, bitte melden, ich schreib es mir in den Kalender für nächstes Jahr.

So gegen 15:00 konnte man in den Restaurants gut Platz finden und da ich jeden Tag ein anderes ausprobiert habe, Kompliment an die Cateringunternehmen, überall konnte ich etwas anderes Vegetarisches von der Karte wählen. Es hat alles gut geschmeckt und die Preise sind günstig verglichen mit den Restaurantpreisen in Vorarlberg für ähnliche Qualität.

Leipzig hat wirklich gute Restaurants auch in der Innenstadt, das konnte ich ebenfalls austesten. Egal ob Apels Garten, die Schnitzelfabrik (wo ich das Hüttenkäseschnitzel nur empfehlen kann) oder das Mückenschlösschen, es überall lecker und reichlich und eine große Auswahl.

Was mir hingegen ein Rätsel bleibt, ist, wo die Leipziger hingehen, um Lebensmittel aus der Region zu kaufen. Einen Markt gibt es, das habe ich auf dem Stadtplan gesehen, aber wo kauft man heimische Nudeln? Bioprodukte? Sprich all die Sachen, die in Vorarberg ein Sutterlüty trotz höherer Preise durch die Qualität und Regionalität der Produkte mehr als genug Kunden findet, bekam ich den Eindruck, dass es fast unmöglich ist, ohne Geheimtipps in Leipzig gute, qualitativ hochwertige Produkte fürs Kochen zu bekommen. In all den großen Einkaufspassagen, in riesigen Kauftempeln war, wenn überhaupt, neben Schokolade und Pralinen und vielleicht einem winzigen Laden mit italienischen Spezialitäten „nur“ ein Diskonter zu finden, billigste Produkte, nix Bio und kaum Auswahl.

Isst ganz Leipzig auswärts in Restaurants? Oder wo hätte ich hingehen müssen, um gute Lebensmittel und Biosachen zu kaufen?


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Schlafmangel und die Folgen

Durch das schöne Wetter die letzten Tage hat sich vielerorts eine gewisse Hektik breitgemacht. Auf einmal muss alles sehr schnell gehen. Die Pfunde müssen runter und zwar flott, denn bei 23 oder noch mehr Grad kann man sie nicht mehr unter dem Wintermantel verstecken. Der Garten muss fit gemacht werden, und und und…

Ich bin ein Huhn und keine Eule, was meine Schlafenszeiten betrifft. Dazu stehe ich, auch wenn ich meist verwunderte Blicke ernte, wenn ich sage, dass mich schon um 20:00 oder 21:00 das Bett ruft, und ich spannende Filme lieber aufzeichne um sie an einem Nachmittag (mit Fast Forward bei den Werbeblöcken) zu genießen. Als Erwachsener geht man doch nicht zu einer „Kinderzeit“ ins Bett. Ich schon und wenn nicht am Wochenede eine Veranstaltung lockt, den Schalf zu verschieben, bleibt der Rythmus auch Samstag, Sonntag gleich. Ich liebe Sonnenschei und Tageslicht, daher hat die Nacht meist nichts außer Ruhe für mich zu bieten. Ich bin längst über das Stadium hinaus, mich mit anderen im länger Wachbleiben messen zu müssen. Dafür bin ich dann am Morgen gnadenlos früh auf den Beinen und schon geschäftig und munter , wenn sich die Eulen noch im Bett auf die andere Seite wälzen.

Egal, welche Schlafenszeit Sie bevorzugen, wichtig ist einzig, dass Sie danach ausreichend Schlaf finden. Ohne ausreichende Erholung leiden Sie unter privatem und beruflichem Negativstress derart, dass es sich auf Ihre Gesundheit negativ auswirken wird. Übergewicht wird von Ärzten als nur ein Symptom auch für Stress und Schlafmangel angesehen. Professor Günter Stalla, Arbeitsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München erwähnt in diesem Artikel auch, dass durch den Stress der Hormonhaushalt gestört wird und das hat neben Depressionen, Schlafstörungen und Bluthochdruck auch zur Folge, dass der Körper vermehrt Fett einlagert und Muskeln abbaut.

Wenn Sie sich also trotz Sonnenschein und bestem Frühlingswetter nicht dazu aufraffen konnten, einen Bummel vorbei an den Frühlingsgärten ihrer Nachbarschaft oder durch den Park zu machen, mit einem guten Buch auf ihrer Lieblingsbank genüsslich an ihrem Lieblingsgetränk zu nippen oder mit dem Rad eine Runde zu drehen, nur um den Wind im Gesicht zu spüren – nehmen sie sich die Zeit. Arbeit läuft nicht davon und das Unkraut in Ihrem Garten ebensowenig. Halten Sie nach den ersten Schmetterlingen Ausschau und denken Sie an die Worte von Matthaeus „Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie?“ Also lehnen sie sich bei dem schönen Frühlingswetter in ihrem Liegestuhl zurück und lassen sie die Seele mit den Vögeln zu den Wolken steigen. Sie werden danach mit mehr Elan und Freude an die Dinge gehen, die sich nicht vermeiden lassen und sie schneller erledigen, als wenn sie unausgeschlafen und gehetzt ans Werk gegangen wären. Mag Ihr Nachbar auch die größeren Tulpen haben, Sie haben Ihre dafür mehr genießen können.

Falls Sie aber merken, dass sie trotz ausreichender Schlafenszeit des Morgens wie gerädert aufwachen oder sie sich nachts dabei ertappen, wie sie aufschrecken und nach Luft schnappen müssen, könnte eine Schlafapnoe die Ursache sein. Dabei sinkt das weiche Gewebe des Gaumens während des Schlafes zusammen und versperrt die Atemwege, wodurch es zu einer Atemunterbrechung kommt. Früher gingen viele Ärtze den Weg, dicken Patienten mit Schalfapneo erst einmal eine Diät aufschwatzen zu wollen, weil damit das Symptom verschwinden würde. Heute sind die meisten Ärzte darüber informiert, dass Schlafapnoe keine Folge sondern eine Mit-Ursache für Übergewicht sein kann. Zudem ist diese Schlafkrankheit weiter verbeitet, als man bisher angeommen hatte, 10 bis 20 Prozent Menschen vor allem mittleren Alters sollen darunter leiden, meldet dieser Artikel.

Nicht nur schlechte Laune und mangelnde Konzentration aufgrund von Übermüdung können die Folgen sein, auch Diabetes, Bluthochdruck und sogar Schlaganfälle werden mit Schlafapnoe in Verbindung gebracht. Sollten Sie also den Verdacht haben, darunter zu leiden, suchen sie einen Arzt auf und lassen Sie sich nicht mit Diätemfephlungen abspeisen.


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Buchmesse Leipzig

Aktuell!

Ich bin auf der Leipziger Buchmesse anzutreffen. Wer den ersten Band meiner Fantasyreihe „Vollstrecker der Königin“ signiert haben möchte, findet mich:
14.03.2014 – 11:00 /
15.03.2014 – 11:00 /
16.03.2014 – 11:00/
jeweils am Stand des Machandel Verlags Halle 2, Stand H301

Da viele Leser und Leserinnen mehr über Caitlynn und ihre Welt erfahren wollten, gibt es vor dem zweiten großen Fall gleich drei Geschichten, die ihre Familie, ihre Welt und ihren Werdegang näher beleuchten.
Zur Leipziger Buchmesse wird die erste Vorabausgabe der Geschichtensammlung „Das grüne Tuch“ als ebook erhältlich sein, die Druckausgabe (und Endfassung der ebookausgabe) wird bis April/Mai folgen.

Falls jemand ein anderes Werk von mir signiert haben möchte, zum Beispiel „Nicht schlank? Na und!“ oder eines meiner Kinderbücher, der ist am Stand ebenfalls herzlich willkommen.

 


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Fastenzeit – nicht für Diäten geeignet

Neben Neujahr ist auch Aschermittwoch ein beliebter Starttag, um etwas für sich zu tun. Der ideale Tag für den Beginn einer Diät. Sich selbst Zügel anlegen und das nur bis Ostern, das sollte doch zu schaffen sein. Und so profitieren viele Diäten von dem Termin.

Mag sein, dass jene, die wirkich ihren Tageskonsum an Energie drastisch reduzieren am Ende einige Kilos leichter sind, doch die Osterzöpfe, Ostereier, Osterhasen und anderen Leckereien, mit denen das Fasten gebrochen wird, bringen schnell zurück, was man verloren glaubte. Auch Saftfaster und Teefaster können am Ende stolz auf ein paar verlorene Kilos sein und zudem bringt das extreme Hungern eine gewisse Belohnung mit sich, das sogenannte Fasten-High,  wenn das Gehirn vermehrt das Glückshormon Serotonin ausschüttet, was manche offenbar geradezu süchtig nach Hunger werden lässt und die vermeintliche Überlegenheit des Willens gegenüber dem Körper kommt dazu. Dennoch ist selbst das Heilfasten kein Zaubermittel mit dem Kilos für immer verschwinden.

Dass Fasten sogar den gegenteiligen Effekt haben kann, erleben jene Muslime, die ihren Fastenmonat ernst nehmen und  in heißen Ländern zuhause sind, erleben zum Teil, dass ihnen der Ramadan eine Gewichtszunahme beschert. Dafür könnte es zwei Erklärungen geben:

+ außerhalb des Ramadan, wenn man am heißen Tag essen darf, isst man automatisch weniger, weil die Hitze den Appetit mindert (der Körper muss ja nicht heizen und das weiß er auch) und in der Nacht, wenn man eher Hunger hätte, weil es kühler ist, schläft man. Durch den Ramadan dreht sich das um und wer nicht arbeiten muss verschläft wahrscheinlich am liebsten den Tag, um dem quälenden Hunger und Durst zu entgehen. Die Aktivität und damit auch Hunger und Durst verlagern sich in die Nacht, wenn die kühlere Luft den Appetit eher zulässt als die Tageshitze.

+ die Mahlzeiten, die im Kreis von Familie und Freunde während des Ramadan eingenommen werden, sind üpppiger als das, was außerhalb des Ramadan an normalen Wochentagen gegessen wird, eine zusätzliche Mehrzufuhr an Energie.

+ ein Binge-Effekt, der einige der Fastenden im Griff hat und wo das gemeinsame Fastenbrechen den gleichen Effekt hat, wie für Binge-Eater anderorts das Öffnen eines vollgepackten Kühlschrankes nach einer Zeit der Selbstkasteiung

Meine Fastenzeit, die am Aschermittwoch begonnen hat, wird dieses Jahr wie schon im Jahr davor ohne Blick auf die Waage absolviert. Ich habe beschlossen, auch dieses Jahr wieder auf Schokolade, Süßigkeiten, Kuchen zu verzichten (nicht auf Zucker generell, der Honig zu den Joghurtfrüchten bleibt, ebenso die Prise Zucker in manche Sauce) und bis Ostersonntag bei Mittagessen und Abendessen auf Fleisch zu verzichten.

Aus den Erfahrungen des letzten Jahres habe ich gelernt, dass ein zeitweiser  freiwilliger Verzicht auf etwas die Wertschätzung dafür steigert. Und genau das hoffe ich, dass ich am Ende der Fastenzeit all jene guten Sachen, auf die ich verzichtet habe, umso mehr genießen kann.

 


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Lust auf Kunststoff? – Ballonpille gegen Übergewicht

Es gibt den Magenballon ja nicht seit gestern. Und dass Magensonden nicht die angenehmste Art sind, den Tag zu verbringen, muss man nicht betonen.

Nun gibt es für all jene, die dick, aber nicht sehr dick sind, die Möglichkeit, eine 3cm große Ballonpille hinunterzuwürgen, die in ihrem Magen aufgepumpt wird und so den Platz echter, guter Nahrung einnimmt. Gleich drei davon kann man hintereinander schlucken, so Thomas Hinterleitner, der freundlich von seiner Homepage lächelt und verspricht, dass die Gesundheit der Patienten im Mittelpunkt steht. Das bedeutet nicht, dass er die Patienten gratis den Ballon schlucken lässt, auch nicht die Probekapsel, welche die Patienten schlucken müssen, um feststzustellen, wer es überhaupt schafft.

Seine 20 Musterpatientinnen (man beachte, dass Herr Hinterleitner die Ballons diesem Artikel nach bisher nur an Frauen verfüttert hat und Männer entweder nicht ungesund dick sind, sich nicht so leicht überreden lassen oder sonstwie ungeeignet sind, als Versuchsobjekte) haben stolze 8 bis 12 Kilos verloren. Solange der Ballon drin war, jedenfalls. Und wie lange halten die Plastikblasen? Drei Monate, mehr Garantie gibt es nicht. Dann müssen sie über Magensonden herauszgezogen werden. Die Schluckmethode verschafft gegenüber dem alten Verfahren also nur den Vorteil, dass einmal das Würgen durch die große Pille und nicht durch die Sonde hervorgerufen wird.

Die alten Risiken bleiben bestehen:

+ Übelkeit

+ Dehydration

+ Der Ballon kann reißen und die Plastikstücke zu Darmverschluss führen

Bei den „alten“ mit Flüssigkeit gefüllten Ballons konnte man am farbigen Urin erkennen, ob ein Ballon gerissen war. Bei den Luftblasen ist das nicht so einfach möglich.

Zudem, Plastik soll ja nicht unbedingt die beste Nahrung sein. Und bei nur drei Monaten Garantie befürchten die Hersteller offenbar selbst auch, dass die Magensäure erfolgreich daran nagt.

Immer noch Appetit auf so einen Ballon?