Nicht schlank? Na und!

Weg vom Diätfrust und einfach gut leben


Hinterlasse einen Kommentar

Gute Vorsätze fürs neue Jahr 2014

Eigentlich sind sich die Forscher ja uneins, ob es etwas bringt, sich fürs neue Jahr Vorsätze zu machen. Ich mache sie trotzdem jedes Jahr. Es klappt nicht immer, deshalb habe ich dieses Jahr die Vorsätze anders ausgewählt.

Es sind keine „Alle Welt sagt, ich sollte… daher muss ich wohl…“ – Vorsätze, sondern: „Das will ich wirklich“-Vorsätze geworden:

Im Jahr 2014 werde ich:

+ das Essen genießen

+ mir jeden Morgen sagen, wie toll ich bin und dass ich mich mag

+ mehr lächeln

+ besser zuhören

+ mir jeden Abend etwas Gutes gönnen

+ Ärger nicht runterschlucken, sondern ansprechen

+ mich von Konflikten nicht runterziehen lassen, sondern sie als Teil der sozialen Natur vielfältiger Meinungen verstehen und akzeptieren, dass ich nicht jeden zu überzeugen brauche, mich aber auch nicht jeder anderen Meinung beugen muss

+ mir vom Stress nicht den Schlaf rauben lassen

 

Welche Vorsätze haben Sie, die Ihr 2014 bereichern sollen oder  finden Sie Vorsätze nutzlos?

Advertisements


Ein Kommentar

Weihnachtsgeschenk gesucht? Wie wäre es mit dem Anti-Essattacken-BH?

Es ist kein Scherz, Microsoft hat tatsächlich Entwicklungsressourcen verpulvert um dieses Unsinnsding zu entwickeln. Gut gemeint muss nicht unbedingt heiß geliebt sein, oder?

Stellen Sie sich vor, sie haben auf der Arbeit viel Stress. Plötzlich klingelt ihr Handy und dran ist … Ihr BH,der Ihnen mitteilt, dass eine Heißhungerattacke im Anmarsch ist. Also Hände weg von allem Essbaren, rein in die Joggingschuhe, dem Chef noch schnell zugewunken und dreimal um den Block gejoggt. Stress abgebaut, Gefahr gebannt.

Zweite Situation: Sie streiten sich mit Ihrem Lebenspartner und ihre Achmonatiger Sohn fängt auch noch an zu schreien. Prompt gibt es eine hilfreiche Handynachricht von Ihrem BH, dass man jetzt um jeden Kühlschrank einen weiten Bogen machen solll. Also lassen Sie Mann und Sohn schreien, schnappen sich ihre Gartenhandschuhe und den Spaten und graben zum Stressabbau das Rosenbeet um. Genial, nicht?

 

Im Ernst, ich finde diese Erfindung einen Witz. Denn genau das Handy und die immer weiter fortschreitende Technisierung und Fremdbestimmung unseres Lebensrythmus trägt ja zum Alltagsstress bei. Und jetzt sich auch noch von einem BH diktieren lassen, dass man Stress hat … ähm… das merkt man doch selbst, oder?

Hier noch ein lesenswerter Artikel zu dieser Erfindung von Microsoft bei taz.de.

Besonders bedenklich ist in meinen Augen die Tatsache, dass eine für medizinisch sinnvolle Nutzung entwickelte Technik jetzt für die Hälfte der Bevölkerung, die ebenfalls gestressten Männer, nicht mehr in Frage kommt. Gerade auch sie könnten ein Warnschild „ungesunder Stress, Vorsicht!“ ebenso gebrauchen wie gestresste Frauen sicher auch gern eine Begründung hätten, sich des Stresses zu entziehen. Nur, das ganze jetzt als Diäthilfe zu vermarkten, macht es zum lächerlichen Mode-Gag. Schade.

 


Hinterlasse einen Kommentar

1500 Kalorien Zucker und es wirkt nicht wie es soll….

Kennen Sie den Spruch „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“?

Die ZDF Dokumentation „Süß und gefährlich“ sollte den Lesern vor Augen führen, wie schnell man schrecklich dick und furchtbar krank werden kann, wenn man 1500 Kalorien täglich zusätzlich in Form von Zucker, versteckt in Lebensmitteln wie Soft Drinks, Gebäck, aber auch Wurst und Salatsaucen zu sich nimmt.

Da ja in den USA besonders große Portionen ausgegeben werden und es dort besonders viele Fast Food Konsumenten gibt, die dick sind, reiste die tapfere Selbstversuchskarnickel-Reporterin Nina Behlendorf in die USA und futterte und trank, wie zu den besten „Supersize Me“-Zeiten. Zwei Wochen sollte sie das durchziehen. Dabei sollte sie auch noch arbeiten, also zu Terminen fahren, Mikros halten, Fragen stellen – alles sehr intensiver Körpereinsatz, harte Arbeit wie auf dem Bau oder in einem Leichtathletik-Camp, so fand sie zumindest, als sie nach Ende der Reise zuhause beim Arzt (welcher ihren schlechten Zustand aufgrund der miesen Ernährung medizinisch bestätigen sollte) auf die Waage stand und dort sage und schreibe 700 Gramm weniger wog als vor der Abreise.

Tja, sie hätte wohl besser die Supersize Me – Hintergründe und Manipulationen kennen müssen, um ihr Ergebnis wunschgemäß hinzubekommen. Vielleicht hätte man sie auf einer Sänfte von Termin zu Termin tragen und einen Mikrofonhalter engagieren müssen, um realitsitsche Bedinungen zu schaffen?

Aber man kann das ja nachholen. Und genau das will der Sender auch tun. Das Experiment wurde wiederholt, wie in diesem Artikel des Berliner Kuriers berichtet wird.

Tja, offensichtlich kam mit genügend Manipulation endlich die weltbewegend neue Erkenntnis zutage: Zucker macht dick, wenn man sehr viel davon isst und dabei keinen extrem harten Sport macht.

Zumindest ein paar schlechte Werte durften vermeldet werden, Insulinresiszenz und Leberfett und Bauchfett sind, so der Blog zum Experiment nach einem Zuckerverbot im Anschluss an Experiment Teil 2 wieder im grünen Bereich. Somit waren sie wohl davor  schlecht genug, um als „Erfolg“ des Experiments gewertet zu werden.

Dafür hat dann der ZDF vielleicht auch noch einen Preis verdient, die Diätmittelindustrie wird sich sicher zu einer Ehrung überreden lassen.

Man drehe sich die Ergebnisse eben so, bis sie passen.


Ein Kommentar

Ein Kunststoffschlauch soll helfen?

Es ist erstaunlich, wie erfindungsreich die Adipositaschirurgie ist. Magenverkleinerung kennt ja jeder und der Magenbypass erfreut sich auch einiger Bekanntheit. Dass erstes nicht immer auf Dauer funktioniert und zweites heftige Nachwirkungen (lebenslang) haben kann, hat sich zum Leidwesen der Geschäftsmänner in Weiß herumgesprochen.

Die Kernfrage lautet also: Wie verhindern wir, dass das Verdauungssystem ordentlich arbeitet?

Die neue Antwort des Universitätsspitals Zürich lautet: Wir stopfen dem Patienten einen Plastikschlauch durch Hals und Magen bis in den Zwölffingerdarm. Dort bleibt er liegen und verhindert, dass die Verdauungssäfte des Darmes ihre Arbeit tun. Sprich, der Patient kann sein Essen nicht mehr richtig aufspalten, bekommt somit auch nicht die Inhaltsstoffe und wird auf eine Mangelernährung eingestellt, welche die Kilos purzeln lässt.

Das Positive an der Schlauchmethode ist, dass das Ding nach einem Jahr wieder entfernt wird und das Verdauungssystem nicht auf Dauer schädigt. Dieses eine Jahr lang verliert der Patient also Gewicht und muss seine Ernährung umstellen, auch, weil er ohne diese Verdauungsenzyme sonst Probleme bekommen würde. Welche Diät das auch immer erfordert, sie darf nach Entfernung des Schlauches nicht fallen, sonst kommt es zum JoJo, aber das ist dann das Problem des Patienten, wie Gastroenterologe Christoph Gubler in dem Artikel der Aargauer Zeitung sagt.

Seine Bilanz nach einem Jahr: vier Barrieren wurden wieder entfernt, zwei davon, weil die Patienten das nicht mehr ertragen konnten, zwei regulär und einer der vier Patienten ist schon wieder dabei dem JoJo zum Opfer zu fallen, weil er die Diät nicht beibehalten hat.

Durchaus positiv, so findet das Unispital und deshalb macht man weiter und empfiehlt die Methode den Kollegen.

Man weiß ja was gut fürs Geschäft ist und sich über die Presse verkaufen lässt.


Hinterlasse einen Kommentar

Samoa machts vor? – Vor dem Ticketkauf auf die Waage

Drei Flugzeuge besitzt die kleine Fluggesellschaft Samoa Air. Doch bald werden es mehr sein, denn es klingelt fröhlich in den Kassen. Die nach dem BMI  zu 75% als übergewichtig eingestufte Bevölkerung muss seit einem Jahr vor dem Ticketkauf auf die Waage. 0,45 Cent pro Kilogramm Körpergewicht kostet es, wenn man nicht mit einem Boot dem Inselsstaat entfliehen will, sondern geflogen werden möchte.  Das ist für die anderen Fluggesellschaften ringsum ein interessantes Konzept, denn eine grundsätzliche Festlegung des Ticketpreises nach Gewicht des Fluggastes gibt es sonst niergendwo, auch wenn andere Airlines Aufschläge für sehr dicke Kunden verlangen.  Der Spruch auf der Webseite von Samoa Air sagt alles: „Ein Kilo ist ein Kilo ist ein Kilo“ – daher ist es egal, ob es ein Gepäckskilo oder ein menschliches Kilo ist. Fluggäste, die dünn sind, fliegen besonders preisgünstig und das hat sich offenbar auch schon herumgesprochen und wird von den Glücklichen als sehr positiv angesehen.

Würden Sie eine Preisstaffelung nach Körpergewicht in Bussen und Flugzeugen (wo mehr Last auch mehr Treibstoff braucht) für gut befinden?


Hinterlasse einen Kommentar

Christian Bale – Batman und sein Bäuchlein

Der ehemalige Batman-Schauspieler hat für eine neue Rolle einiges an Gewicht zulegen müssen. 43 Pfund, also mehr als 20 Kilo mussten her, um die Rolle in American Hustle überzeugend zu spielen. Als erfolgloser Künstler liefert er in dem Film eine glanzvolle Darbietung ab, doch die Gesellschaftsblätter wie iT benennen seinen schauspielerische Leistung mit keinem Wort. Viel mehr Worte werden über sein Gewichtsjojo verloren. Der 39jährige Schauspieler, der sich mit Cheeseburger und Doughnuts die Gewichtsskala hinaufarbeitete, ist, wie er dem people magazin sagte, immer noch dabei, die Kilos wieder abzuarbeiten. Er macht sich da keinen Stress, was ich sehr sympathisch finde.

Ich hoffe, die Regisseure wissen, was sie der Gesundheit von Schauspielern antun, wenn sie für Rollen mal einen ordentlichen Batzen mehr an Kilos, mal eine dünne Figur verlangen, auch weil es ja Hilfsmittel wie  Maske, Fatsuits und Computertricks gibt. Auf die Dauer ist das Jojo für keinen Körper gut und Gesundheit sollte immer wichtiger sein als Ruhm.


Hinterlasse einen Kommentar

Die erste Diät mit sechs Monaten? – Die Angst der Mütter vor Babyspeck

Wenn ich meine Kinderfotos anschaue, bin ich ein fröhliches, rundliches Baby. Ein Wonneproppen, wie man schön sagt. Mir hat es offenbar immer geschmeckt und als ich zu Krabbeln begann, war nichts vor mir sicher. Ich hatte echt Glück, dass ich nicht in einer Diätwahn-Zeit groß geworden bin und dass niemand meinen Eltern eingeredet hat, dass Babys dünn sein müssten wie die Models.

Heute sind offenbar nicht mal die allerkleinsten vor den verdrehten Vorstellungen der Erwachsenen mehr sicher.

Bei netmoms.de bin ich auf den Hilferuf einer Mutter gestoßen, deren Sohn mit sechseinhalb Montaten 66cm groß und etwas über acht Kilo schwer ist. Alle zwei bis drei Stunden verlangt er nach Nahrung und seine schlanke Mutter muss sich anhören, dass sie ihn mit pre Milch mäste. Die Eltern, die beide schlank sind, haben Angst, dass ihr Sohn ein dickes Kind werden könnte, also verdünnt die Mutter die Milch, die sie ihm gibt. Er bekommt noch ungesüßten Brei und alles, was auch nur andeutungsweise süß ist, also Glukose enthält, wird vermieden.

Trotzdem wird das Kind nicht dünner, sondern nur hungriger und schreit öfter.  Würde ich auch, wenn man mir verwässerte Milch als Hauptmahlzeit gäbe.

Zum Glück bekam die verunsicherte Mama Zuspruch von anderen Müttern, die sie beruhigten, dass Gewicht und Größe durchaus nicht zu Sorge Anlass gäben und wie sich in dem Gespräch bei den Kommentaren herausstellte, war es nicht etwa der Kinderarzt, der sie verunsichert hatte, sondern die scharfe Zunge der Schwiegermutter.

Diese „Oma“ hat offenbar Probleme mit der Frau ihres Sohnes und nach dem empfindsamsten Punkt der jungen Frau gesucht und ihn gefunden. Heutzutage ist das, leider, die Angst der Mütter, dass ihre Kinder zu dick sind.

In diesem Fall kann man froh sein, dass es solche Communities gibt und ich hoffe, dass die ängstliche Mutter das nächste Mal einfach auf taub stellt, wenn ihre Schwiegermutter wieder mit dummen Sprüchen kommt.