Nicht schlank? Na und!

Weg vom Diätfrust und einfach gut leben


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Gruß aus Japan

Treue Leser des Blogs haben mich gefragt, warum so lange keine neuen Beiträge erschienen sind.

Grund für die Blogpause bis 15. August ist meine Urlaubsreise nach Japan.

Wer nachlesen möchte (ich blogge so alle zwei, drei Tage darüber wo ich gerade bin und was es da zu sehen und zu essen gibt), ich habe das Japan Blog meiner  Autorenwebseite für diesen sehr persönlichen Reisebericht für meine Freunde und alle Interessierten dafür wieder abgestaubt und neu belebt:

http://www.angelikadiem.at/japan-blog/

Die Artikel zur aktuelle Reise beginnen mit dem 14. Juli im Blogarchiv:

http://www.angelikadiem.at/japan-blog/archiv-alle-artikel/

Viel Spaß beim Lesen!

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Wie der Körper sich gegen Diäten (und anderen Stress) wehrt

Der Gedanke: „Ab morgen mache ich Diät“ ist für viele und war es auch jedesmal für mich, ein Weckruf an den Appetit. Bevor die Zeit des Darbens, des Hungerns anbricht, möchte man sich noch einmal von den leckeren Dingen verabschieden, die man (für lange Zeit) nicht wieder genießen wird dürfen.

Die letzte Rippe Schokolade mit ganzen Nüssen, der letzte Löffel Eiscreme, der letzte Bissen von diesem und jenem.

Statt mich von diesen Dingen zu verabschieden, habe ich mich eines Tages von den Diäten verabschiedet. Und anders, als die Verabschiedung von den Lieblingsspeisen, hat der Abschied von der Diät kein Comeback erlebt. Ich tat es einmal und bin bis dato noch nicht rückfällig geworden.

Nun haben der Hirnforscher Dr. Achim Peters von der Universtiät Lübeck und sein Team 12.000 Studien zu Übergewicht analysiert und haben dabei eine für manche sicher neuartige Sicht auf das Thema gewonnen.

Übergewicht sei kein Unglück, sondern eine Schutzreaktion des Körpers in Kriesenzeiten. Solche Kriesen könnten existentieller Art sein (wenn man sich das Essen nicht mehr leisten kann, eine künstliche Hungerzeit, genannt Diät, anbricht, ), negativer Stress (ob durch Ärger in der Beziehung, im Beruf, drohendem Burn out oder die Androhung einer Diät) wird von Übergewichtigen besser übertaucht. Daher trachtet der Körper nach der ersten derartigen Kriese danach, sich für weitere dieser Art zu schüzten. Negativer Stress ist ja nichts, dem man so einfach ausweichen kann, viele Menschen sitzen in unglücklichen Beziehungen fest oder haben einen Partner verloren ohne eine Aussicht, diesen zurück zu gewinnen. Eine von Mobbing geprägte Arbeitsstelle wird oft nicht so schnell aufgegeben, denn das Gespenst der Arbeitslosigkeit erscheint noch drohender und wer ohne Arbeit dasteht, fühlt den Druck auf sich lasten, endlich wieder ein nützliches Mitglied der Gesellschaft zu werden.  Dr. Peters und sein Team fanden bei ihren Studienanalysen heraus, dass es zwei Typen von Menschen gibt. Die einen reagieren auf die Auswegslosigkeit mit „Verschwinden wollen“, sie nehmen ab, die anderen reagieren mit „Schutzpanzer“, sie nehmen zu. Wer zunimmt, hat nach Dr. Peters offenbar einen eingebauten Mechanismus, der die Ausschüttung von Stresshormonen dämpft. Was in unsererm  gehetzten Mobil-Zeitalter eigentlich ein großer Vorteil ist.

Irgendwann, so meine Erfahrung, ist aber auch der Schutzpanzer nicht mehr stark genug. Vor allem dann, wenn zu dem Stress, der die eigentliche Ursache für die Gewichtszunahme war, zusätzlicher Stress aufgrund der gesellschaftlichen Druck, die medialen Gehässigkeiten, die bösen Sprüche von Partner(in) und Familie, die Spitzen am Arbeitsplatz kommen.  Kein Wunder, dass, wenn der Panzer erst mal durch genügend Nadelstiche gelöchert wurde, der Stress dann umso härter empfunden wird.

In der Lösung des Problems zeigt sich für mich der tragische Kontrast zwischen einem dünnen und einem dicken Menschen, die unter dem gleichen Stress zu leiden haben:

Wer dünn ist und unter Stress leidet, kämpft gegen den Stress und hat hoffentlich Erfolg und verbessert seine Lebesnqualität auf lange Sicht, weil er das Kernproblem angegangen hat.

Wer dick ist und unter Stress leidet, sieht meist vor allem das eigene Körpervolumen als Ursache und geht darauf los, entweder mit Diäten oder mit Operationen. Ist es gelungen, Kilos zu verlieren, mag zwar jener Teil des zusätzlichen Stresses fort sein, der durch Dickenbashing (in welcher Form und von wem auch immer) ausgelöst wurde, aber jener andere Stressauslöser, der den Körper dazu bewogen hat, die Schutzhülle aufzubauen, ist noch immer da und somit die vorprogrammierte Enttäuschung, Verzweiflung.

Ich denke, es ist vor allem wichtig herauszufinden, was alles in meinem Leben jetzt und schon früher (als ich noch dünner war) zu Stress geführt hat und dann mit dieser Liste Strategien dagegen zu entwickeln oder sich professionell helfen zu lassen, wenn man es allein nicht schafft.  Wir sollten unseren Körper nicht hassen, weil er uns durch einen uralten Mechanismus zu schützen versucht.

Obwohl ich froh bin, dass Dr. Peters mit seinen Erkenntnissen dem generellen „nur dünn ist gut“ Denken entgegentritt, gebe ich zu bedenken, dass es noch viele andere Faktoren gibt, die Menschen dick machen. Wir sind komplex und kompliziert. Jedoch ist Vermeidung von negativem Stress, egal ob (oder ob nicht) dies dazu führt, dass wir nicht mehr dicker werden oder unser Körper den Schutzpanzer nach und nach fallen lässt, an sich eine gute Sache, die das Leben von dicken wie dünnen Menschen angenehmer macht.


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Mexiko und das Übergewicht. Wo ist das Problem wirklich?

Ich bin sonst eine eifrige und meist zufriedene Zuschauerin des Morgenmagazins von ARD und ZDF, aber dieser Beitrag über die Fettsucht in Mexiko hat mir die Schuhe ausgezogen.

Die arme Frau, die sich für einen Schlauchmagen unters Messer legte und wo während der OP ein Tumor gefunden wurde tut mir von Herzen leid. Diesen Tumor jedoch ohne genauere Untersuchung einfach als Nebeneffekt ihres Übergewichts abzutun, zeigt in meinen Augen, dass das Problem der Mexikaner nicht bei Keksen und Limonade zu finden ist, sondern im Gesundheitswesen selbst. Die Ärzte kennen offenbar nur eine Diagnose: Adipositas und eine Therapie (Magenoperation). Hätte eine genaue, gewissenhafte Voruntersuchung nicht verdächtige Leberwerte zutage fördern müssen? War der Krebspatient, dessen Gesicht man nicht gesehen hat, wirklich die Frau, die den Schlauchmagen bekommen wollte?

Dass gerade arme Menschen von Unterernährt zu dick wechseln, wenn Fast Food, Snacks und Zuckergetränke ihre traditionellen Nahrungsmittel ersetzen, sollte einem guten Reporter nichts zu rätseln geben. Über unzählige Generationen haben in armen Ländern nur immer jene überlebt, die das wenige Essen gut speichern konnten, jene, die durch hohe Cholesterinwerte ihre Zellen gegen Infektionen am effektivsten schützen konnten. Gerade diese beiden Überlebensmechanismen werden durch den Ernährungsechsel ausgehebelt. Schuld sind wahrlich nicht die Menschen selbst und angesichts der Wetterkatastrophen dieses Jahr auf der ganzen Erde, angesichts der Tatsache, dass Nahrungsmittel für Biosprit angebaut werden und landwirtschaftliche Flächen in vielen Ländern dem Drogenanbau oder dem Anbau von Tabak geopfert werden, wird rasch klar, warum Gemüse und Getreide nicht billig genug sein kann, um die vielen Kalorien aus dem Jung Food zu ersetzen.  Das Mädchen in dem Beitrag, das mit seinen kleinen Geschwistern gezeigt wird, weist auf ein weiteres Problem hin: gutes, gratis Schulessen wäre eine gute Investition für den Staat. Dann  müsste das Kind nicht auch noch die kleinen Geschwister versorgen. Eine Belastung, die bei manchen auch dazu führt, dass sich ihr Körper einen Schutzpanzer zulegt, um der Rolle als Ersatzmutter überhaupt gewachsen zu sein.

Übergewicht kann sicher zur Belastung werden, wenn man sich nicht mehr bewegen kann wie man möchte, wenn  es zur Begleiterscheinung von Krankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes Typ 2 wird.  Aber was ist mit den anderen Problemen Mexikos? Mit der Analphabetenrate? Mit den Drogenkartellen und den Drogenkriegen? Sind die 70.000 Toten seit 2006 auf einmal Nebensache, wenn man dicke Menschen zeigen und die Kamera fix auf das breite Gesäß einer fülligen Frau beim Zumba richten kann?

Ich würde mir wünschen, dass das Morgenmagazin wieder niveauvollere Beiträge bringt.


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Frühstück und Übergewicht / Diabetes

Schon wieder etwas zum Thema Frühstück?

Ja, denn es gibt neue Studien zu diesem Thema.

Eine von diesen wurde in den USA durchgeführt. 3598 junge Erwachsene, die zu diesem Zeitpunkt nicht an Diabetes Typ 2 litten, wurden in den Jahren 1992 und 1993 genau untersucht und nach ihren Frühstücksgewohnheiten befragt. In den folgenden 18 Jahren wurde ihr Gesundheitszustand verfolgt, fünf Untersuchungen wurden angeboten und die Studienteilnehmer unterzogen sich mindestens einer davon.

Jene Studienteilnehmer, die angaben täglich zu frühstücken nahmen im Durchschnitt in den 18 Jahren um 1,9kg weniger zu als jene, die angaben nur gelegentlich (0 bis dreimal die Woche) zu frühstücken.

1.9 kg, das klingt jetzt nicht gerade nach sehr viel, da man mit zunehmenden Alter sowieso an Gewicht zulegt. Was noch untersucht wurde, waren die Risiken für Fettleibigkeit generell (gemessen nach dem BMI), Bauchfett, metabolisches Syndrom, Diabetes Typ 2 und  Bluthochdruck.

Der Hazardwert für diese Faktoren betrug nach Ende der Studie für die Menschen mit regelmäßigen Frühstück:

  • Bauchfett: 0,75
  • Fettleibigkeit generell: 0,80
  • metabolisches Syndrom: 0,82
  • Bluthochdruck: 0,84
  • Diabetes Typ 2: 0,81

Die Risiken sind also für Menschen mit täglichem Frühstück ein bisschen geringer als bei Menschen, die das Frühstück ausfallen lassen.

Was in den Artikeln zur Studie fehlt, sind Angaben, ob die Studienteilnehmer die gleichen Voraussetzungen hatten bezüglich Raucher/Nichtraucher, ihren Schlafgewohnheiten, Stress im Alltag, Gewicht vor der Studie, erbliche Faktoren usw…

Also keine Panik, falls Sie zu den Frühstücksmuffeln gehören.

Besonders interessant fand ich den kleinen Nebensatz, dass es keine Rolle spielte, was und wieviel gefrühstückt wurde. Somit kam der Kuchen nicht schlechter weg als das Muesli.

Mehr zum Thema Frühstück im Blogeintrag: Frühstücken Sie gerne?


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Tausche Gallenblase gegen ein paar Kilo weniger …. würden Sie das?

Es gibt wieder eine Studie zur Wirkungsweise von Diäten. Dieses Mal ging es darum, wie gut Radikaldiäten mit Forumladrinks wirken. Dafür sammelte man die Daten von über 6000 Verzweifelten an 28 Adipositaszentren und (unter)versorgte man die Hälfte davon mit nur 500 Kalorien täglich in flüssiger Form und das sechs bis zehn Wochen lang. Wer das durchhielt, der verlor im Durchschnitt 13 Kilogramm.

Wenn Sie sich fragen, was die andere Hälfte der über 6000 Versuchsteilnehmer gemacht hat, die bekamen eine gemischte Diät von „normalen“ Malzeiten und Forumladrinks, die sie mit immerhin bis zu 1500 Kalorien (das Hungerexperiment von Minnesota lässt grüßen) drei Monate lang versorgte.

Dann beide Gruppen angehalten, das Gewicht zu halten, neun Monate mit Sport und einer „gesunden“ Ernährung.

48 der Extremdiät-Patienten wurden nach Ende der Diät mit Gallensteinproblemen  ins Krankenhaus, 29 von ihnen verloren ihre Gallenblase. Sie wogen ein Jahr nach der Diät immer noch 11 kg  im Durchschnitt weniger als vor der Diät. 11 Kilos gegen eine zuvor gesunde Gallenblase. Was nicht untersucht wurde ist, wieviele der Studienteilnehmer überhaupt Gallensteine, auch solche, die (bis Ende der Studie noch) keine Probleme machten,  bekommen haben.

Auch von diesen mehr als 3000 bekamen einige heftige Probleme mit Gallensteinen, und am Ende waren auch noch neun ihre Gallenblase los.

War es den Tausch wert?

Wer genaueres über die Studie lesen will, hier wird sie kurz vorgestellt. Was mir fehlt, ist dort ein Link zum Origianltext der Studie, wo auch steht, wie viele der Rekruten am Ende die Diäten wirklich durchgehalten haben. Alle 6640? Unwahrscheinlich.


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glückliches Shopping für kurvige Frauen: Zalando Große Größen

Der Name Zalando hat bei mir allein schon wegen der gelungen, humorvollen Werbespots einen guten Klang und da ich schon früher bei Zalando gut gekauft hatte, war meine Neugier geweckt, als ich auf das Angebot für Große Größen hingewiesen wurde.  Obwohl das Wetter zu diesem Zeiptunkt absolut nicht nach Sommer aussah, steht in wenigen Wochen mein lange ersehnter zweiter Urlaub auf dem Programm. Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren geht es nach Japan Für das feuchte und heiße Klima braucht frau natürlich jede Menge Oberteile zum Wechseln, also flugs auf den Link zum Große Größen Shop (Deutschland) geklickt und schon ist man drin.

Als erstes scheint eine Warnung auf, dass von Deutschland nicht nach Österreich geliefert wird. Und wenn schon, das Umschauen macht trotzdem Spaß. Die Auswahl in meiner Lieblingsfarbe rot ist groß und ich entdecke gleich noch ein paar sehr nützliche Funktionen:

  •  Wenn man das Kleidungsstück anwählt, erscheinen klein daneben noch die anderen Farbvarianten (so es sie gibt) und die noch verfügbaren Größen. Der Deutschlandshop ist in dieser Hinsicht noch nicht perfekt sortiert, so gibt es einige Modelle nur bis Größe L oder XL (also 44) und von XS angefangen. Daher lohnt es sich zu schauen, bevor man klickt.
  •  Wenn man beim ausgewählten Kleidungsstück mit den Größenangaben nicht viel anfangen kann, findet man über den Größenangaben eine Maßtabelle bzw. bei einigen Kleidungsstücken (z.B. von Pier One) eine True Fit Funktion, über die man seine perfekte Passform herausfinden kann. Dafür sollte man aber ein gut passendes Oberteil der in der dortigen Auswahl genannten Marken besitzen und sich mit den US Größen auskennen (was bei mir nicht der Fall ist). Aber danach kann man ja googeln.

Nachdem ich meine ganz persönliche Favoritenliste an Kleidern in den Einkaufswagen gepackt habe, fällt mir wieder die Warnung ein. Also auf den Österreichischen Große Größen Shop von Zalando umgeklickt und siehe da… die Auswahl ist etwas kleiner, dafür aber besser sortiert. Hier enden nur wenige rote Kleidungsstücke bei Größe 46, einige gibt es sogar bis Größe 60. Da ich schon durch die Vorauswahl im deutschen Shop genau weiß, was ich will, sind die Gegenstücke auf der österreichischen Shopseite schnell gefunden. Mein persönliches Highlight ist dieses rote Sommerkleid.

Aber eigentlich will ich ja ein Oberteil, also suchte ich im österreichischen Shop weiter. Ich bin keine einfache Kundschaft und ich verlasse in unserem Städtchen öfter die Geschäfte mit leeren Händen, wenn ich nicht absolut zufrieden bin. Dabei sind meine Ansprüche an Oberteile im Sommer einfach: schick, nicht zu langweilig, keine großen Muster, locker fallend, keine Rüschen,  aus Naturfasern – am liebsten Leinen oder Baumwolle. Bei meiner zweiten Lieblingsfarbe braun wurde ich fündig und bestellte ein braunes, langes Oberteil aus Leinen von Ulla Popken.

Der Bestellvorgang ist einfach, die Bezahlung (ich habe einmal mit Kreditkarte und später bei einer Handtasche auch noch die Bestellung per paypal ausprobiert) problemlos und  bei der  Bitte um Feedback nach Abschluss der Bestellung tippe ich hinein, dass ich mir ein größeres Angebot wünschen würde und echte füllige Models, die zeigen, wie die Kleider an einer Person aussehen.

Am Freitag habe ich bestellt. Am Dienstag sind die Sachen eingetroffen. Ich bin sehr zufrieden mit dem Oberteil. Es passt perfekt zu meiner Haarfarbe, hat einen schönen, warmen Braunton und das Leinen liegt leicht auf der Haut. Zudem lässt es sich auch im Herbst (oder bei kühler  Witterung) gut in Kombination mit einer Bluse und einer Leggins darunter gut tragen. Es kommt auf jeden Fall mit nach Japan. Auch die Handtasche entspricht den Erwartungen und wird mir bei den Shoppingausflügen in Tokyo noch gute Dienste leisten.