Nicht schlank? Na und!

Weg vom Diätfrust und einfach gut leben


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Weg mit der Waage! Her mit der Waage?

Dank eines Hinweises in „Das Dicke Forum“ bin ich auf den Stern-Artikel über die #waagnis Debatte auf Twitter gestoßen. Die Idee, sich von der  Waage zu befreien und sie einfach in den Müll zu werfen, besticht.

Sollte sich der Körperumfang stark verändern, merkt man das sowieso an den Kleindern, dafür ist wirklich keine Waage nötig.

Ich bin über das Buch „Health at Every Size“ auf eine ganz andere Art Waage gestoßen und habe diese jetzt nach längerem Stöbern im Web auch gefunden:

die YAY! SCALE

Diese Wage zeigt keine Zahlen, sondern Komplimente an.  Sie ist somit eine Aufmunterung, wenn man sich down fühlt, eine Bestätigung, wenn man sich gut fühlt.

Vor allem sieht sie so wuschelwarm aus, dass es bestimmt angenehm ist, im Winter auf das rosa Fell zu steigen. Für den Sommer ist die kühle silberne Variante zu empfehlen.

Hätten Sie Spaß an einer solchen Waage?

Auf VolupturArt gibt es noch weitere, hübsche Dinge, mit der man das Leben und den eigenen Körper feiern kann.

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Darmflora und Übergewicht, was gibt es Neues auf dieser Front?

Heute stolperte ich über diesen Beitrag bezüglich eines Zusammenhanges zwischen Darmflora und Übergewicht.

Beim ersten flüchtigen Blick darauf, war ich erfreut, dass Wissenschaftler einmal nicht das gängige Vorurteil „wer dick ist, der futtert viel mehr als die Dünnen“ bedienen, sondern eine andere Ursache näher beleuchten. Nämlich die Darmflora. Die Bakterien, die in unserem Darm wohnen, zerlegen die Nahrung, fressen auch einen Teil davon selbst, sie erzeugen Abfallstoffe einerseits, andererseits sind sie auch wichtig für die Gesundheit, dass wir sie in Joghurts verpacken und teuer verkaufen. (Herbert, trink das!) In diesem Falle schaut die Wissenschaft skeptisch auf die Bakterien. Sie könnten auch Schuld an der Fettleber sein und am Übergewicht und da man nicht so recht weiß, warum manche Übergewichtige eine Fettleber haben und andere keine, gibt es eine große Untersuchung der Darmflora bei Übergewichtigen Menschen. Die wird nicht irgendwer durchführen, sondern Prof. Stephan C. Bischoff von der Universität Hohenheim, seines Zeichens auch Präsident des DGEM (Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin), die praktisch davon lebt, dass wir dauernd falsch essen und darüber belehrt werden müssen.

In dem Artikel klingt auch an, dass man noch nicht klar durchblickt, welche Veränderungen in der Darmflora stattfinden, wenn man durch Operationen die Verdauungsorgane verändert (Schlauchmagen, Magen-Darm Bypass).  Da musste schon etwas schlucken. Man operiert die verzweifelten Menschen ja nicht erst seit gestern. Hätte man sich da nicht schon längst darum kümmern sollen, was nach der Operation mit ihrer Darmflora passiert?

Am Ende des Beitrags wird erwähnt, dass die Untersuchungen von Herrn Prof. Bischoff und seinem Team vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (mit?)finanziert werden. Ich tippe mal darauf, dass auch die Pharmaindustrie nich unglücklich darüber sein wird,  wenn nach dieser Studie der Ruf nach Bakterienkillern (die bösen natürlich nur) in Pillenform laut wird, oder man Bakterien in Kapseln braucht (jede Menge von den guten), um die richtige Sorte im Darm zu haben.

Und wenn alles fertig ist, werden die Wissenschaftler des DGEM damit auf Vortragstour gehen, wodurch wir sicher alle erfahren, ob und wie gut die Adipositaschirurgie unserer Darmflora tut.

Wer fertiges Material zur Wirkung von Darmbakterein bezüglich der Resorption von Nährstoffen  lesen möchte, hier gibt es eine Studie aus dem Jahr 1971.

Auch die Wirkung von Bakterien und Fettleibigkeit bei Mäusen ist schon zur Genüge untersucht worden (ich hoffe, dass das Team von Herrn Bischoff daher darauf verzichten kann, diese Tiere in seinem Labor zu quälen) und wie man in diesem Artilel aus dem Jahr 2010 lesen kann, sprach bereits damals ein Fettleibigkeitsorscher namens Randy Seeley,von der University von Cincinnati, Bedenken aus, dass mit Antibiotika (Bakterienkillern) als Abnehmmitteln rasches Geld gemacht werden könnte.

Bei den Mäusen konzentiert sich das Förderprogramm für „gute Bakterien“ auf das langkettige Kohlenhyrdat Inulin wie es in Knoblauch und Topinabur (jerulsaem artichokes) vorkommt. Klingt mehr nach dem Ruf nach einem leckeren Rezept wie dieses hier als nach Pillen.

Mal sehen, was die Forschungen der Universität Hohenheim zutage fördern.


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Genusswandern (und die Waage darf nicht mit)

Ich muss gestehen, ich war ein Bergmuffel. Wandern gehörte nicht zu meinen bevorzugten Bewegungsarten. Dabei ist Vorarlberg ja ein Paradies für Wanderfreunde, wir haben sehr schöne Berge, Routen von unterschiedlichen Schwierigkeiten, Seilbahnen mit wundervoller Gondel-Aussicht, Stauseen,Bergseen, Berghütten, Almen (mit und ohne Kühe) usw…

Meine ganz persönliche Abneigung gegen das Wandern hat eine Geschichte. Was mir die Freude (die ich als Kind in den Bergen hatte) vergällte, war vor allem meine Allergie gegen verschiedene Pollenarten, die in der Pubertät begann. Wenn man ständig mit rot laufender Nase und tränenden Augen Luft bekommen muss, weil es steil bergauf geht, ist das weniger lustig.  Als ich zunehmend dicker wurde, wurde auch das Wandern zunehmend mühsamer. Geschwollene Unterarme und Knöchel inklusive. Dazu bin ich eigentlich ein Sonnenmeider (helle Haut, ein Fall von Melanom in der nächsten Verwandtschaft) und auf den Bergen ist der Schatten oberhalb der Baumgrenze rar.  Sonnenschirm geht nicht, da ich beide Hände frei haben muss (wenn es dann über Wurzeln und Steine abwärts geht) und Hüte der passenden Größe wehte es immer davon und außerdem, passt höchstens ein Tirolerhut in eine Almhütte, aber kein Sonnestrandmodell, oder?  Des weiteren entwickelte ich eine Art Höhenagst, nicht dass ich nicht über eine Brücken gehen und über das Geländer schauen könnte, ich entwickelte ein Unbehagen vor steil abwärts Strecken, wo ich kein Geländer zum Festhalten hatte.

Soweit so ärgerlich. Ich mag es absolut nicht, wenn ich durch äußere Umstände daran gehindert werde, etwas zu tun, das ich vielleicht doch irgendwann tun möchte.

Also habe ich versucht, die Hindernisse zu verkleinern, um freier entscheiden zu können, ob ich jetzt den Berg hoch will oder nicht.

  • Durch das mehr an Bewegung, durch das Fitnesscenter, Wii Fit und anderem hat sich das Problem mit den geschwollenen Armen verbessert.
  • Dadurch, dass ich jetzt viel mehr Wasser trinke als früher, vertrage ich auch die Hitze inzwischen deutlich besser (das habe ich die letzten Tage bemerkt, als die Schwüle wie eine Bleidecke auf allem zu liegen schien).
  • Seit einer Weile bin ich beim HNO Arzt wegen meiner Allergie in Behandlung, um mich Desensibilisieren zu lassen und dank des Nasensprays (der meine Schleimhaut nicht ausgetrocknet hat), bekomme ich auch in der Pollenzeit wieder ausreichend Luft.
  • Wanderstöcke und neue Wanderschuhe (inzwischen eingelaufen) vermitteln mir mehr Sicherheit beim Abwärtslaufen, zudem suche ich die Strecken kritischer aus.
  • Mehr Schattenwanderungen sind ein Mittel gegen das Sonnenproblem, dazu kommt ein breitkrempiger Hut mit Gummiband fürs Kinn, damit er nicht wegfliegt, und der Gelassenheit, dass es mir egal ist, was andere denken, wenn ich damit auf der Alm herumlaufe.

Fazit: ich bin immer noch kein Müller, dem das Wandern eine Lust ist. Aber wenn ich möchte, dann kann ich meinen Rucksack packen und los geht es.

Eine Wanderung, die mir große Lust machen würde, ist diese hier. (Lassen Sie sich nicht vom Titel abschrecken). So eine Genusswanderung müssten sie im Ländle auch mal anbieten.

Haben Sie schon einmal so eine Genusswanderung gemacht?


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Frühstücken Sie gerne?

Bei der Durchsicht von gesammelten Links bin ich auf diesen Videobeitrag zum Thema „Powerfrühstück“ gestoßen.

Da ich zu den Frühstücksmenschen gehöre, passt er gut in meine Vorstellung von einem guten Start in den Tag. Es sollte jedoch bessere Argumente für ein tolles Frühstück geben als die Warnung vor Übergewicht.

Ich kenne jedoch genug Menschen, deren innere Uhr um halb sieben in der Früh, oder noch früher, noch nicht so läuft, dass sie ein Obstmuesli, Vollkorn und was noch in dem Beitrag empfohlen wird, mit Vergnügen essen können.

Die Antworten der Expertin im Text unterhalb des Videos sind okay, was mir fehlt, ist hier die Bereitschaft zu akzeptieren, dass jemand einfach keinen Appetit/Hunger am morgen früh hat.

Vor allem bei Kindern/Jugendlichen ab 12/13 Jahren habe ich schon oft beobachtet, dass sie, eben weil sich ihre innere Uhr umgestellt hat, sie lieber länger schlafen und später aufstehen, und beim Aufstehen das Hungergefühl komplett fehlt. So gegen neun, halb zehn kommt es dann, doch dann sitzen sie in der Klasse und sollten Leistung bringen. Viele sind schlau genug, sich selbst nicht bis zur Mittagspause hungern zu lassen, sondern haben Jausenbrote mit dabei oder versorgen sich am Jausenstand in der großen Pause.

Doch gerade männliche Jugendliche die keineswegs als übergewichtig wahrgenommen werden, also eher dünn und schlacksig sind, machen sich da die wenigsten Gedanken um den Nährwert und die Inhaltsstoffe ihres Essens. Chips und Gummibärchen sind ja auch cooler (und „sozialer“) als das Jausenbrot von Mama. Dazu noch ein paar Engergy Drinks… So richtig gut „satt“ wird man von Knabberkram natürlich nicht, also muss mehr und mehr gekauft werden.

Da ist auch ein Frühstückszwang keine Lösung. Vielleicht hilft es, wenn den Jugendlichen ein Jausenbrot und Geld für sozialen Knabberkram zur Verfügung gestellt wird. Dann greifen sie in der kleinen Pause zum Brot, weil es ja doch am besten für den Hunger ist, können aber immer noch als Verteiler von Knabbereien und Süßigkeiten sozial punkten.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit den eigenen Frühstücksgewohneheiten und denen von Teenagern?


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Soziales Essen – zwischen Schokolade und Diätkaugummi

Als ich das Buch „When You Eat at the Refrigerator, Pull Up a Chair“ von Geenen Roth las, gefiel mir das Kapitel 15 „Carry a Chunk of Chocolate Everywhere“ besonders.  Darin gibt die Autorin den Tipp, dass man/frau jederzeit eine Tafel ihrer Lieblingsschokolade in der Tasche haben sollte. Nicht um ein Mittagessen zu ersetzen oder die Langeweile in während der Zugfahrt zu vertreiben, sondern um zu teilen.  Essen hat etwas Soziales. Wer schon einmal eine Gruppe Schüler bei einer Wanderung begleitet hat, oder sich an seine Schulwandertage erinnert, weiß sicher noch, dass man vor allem die Dinge gern mitgenommen hat, die man verteilen konnte. Die Würstchen und die belegten Brote waren für die Eigenversorgung, die Gummibärchen, die Marshmallows, die Knabberpackung für die anderen, sozusagen. Wer nichts zu verteilen hat, fällt aus dem Ritus und damit aus dem Gemeinschaftserlebnis, das schon unsere Urmenschenvorfahren kannten, wenn die Jäger die erlegten Tiere zur Höhle schleppten. Natürlich geht das Teilen auch mit Kirschtomaten und Radieschen, aber wer seinen Status in der Klasse hoch halten möchte, bringt dazu noch mindestens eine Packung Leckereien mit.

Also startete ich letzten Sommer den ersten Versuch und packte in bester Absicht eine Packung meiner Lieblingsschokolade (70% Kakaoanteil) ein, als es zu einem Treffen mit Autorenkolleginnen ging. Es erwies sich als Reinfall, niemand wollte zugreifen. Nicht dass sie alle keine Schokolade mochten, aber entweder nahmen sie lieber ein Eis oder einen Trinkakao oder gar nichts Süßes zu sich als ein Stück bittersüßer Schokolade.

Dieses Jahr war ich auf mehreren Kursen und beobachtete das Verhalten der Frauen um mich herum, wenn es um das soziale Teilen von Essen ging. Süßigkeiten wurden innerhalb einer Freundesgruppe akzeptiert, hingegen gingen Diätkaugummi immer. Vor allem nach dem Essen. Also ergänzte ich meinen Teilungsvorrat um eine Dose Diätkaugummidragees. Das funktionierte, leider mag ich selber keine Diätkaugummi und deshalb ging ich im Winter auf Mich-Honig Bonbons von Edel über. Der Winter ist eine gute Zeit, um Bonbons zu teilen, die ein wenig nach Gesundheit klingen, Salbeibonbons hatte ich keine mehr (und sie schmeckten mir auch nicht so gut wie die Honigbonbons). Honig klingt gesund genug, dass ich einige im Kollegenkreis anbringen konnte.

Dann kam letzthin wieder ein Kurs und ich nahm mir vor, es nochmal mit Schokolade zu versuchen. Da bittersüß nicht gut angekommen war, schwenkte ich auf Milchschokolade mit Caramel über und siehe da, die helle Schokolade fand Anklang.

Ich war übrigens nicht die einzige, die Süßigkeiten zu dieser Fortbildung mitgebracht hatte. Wie ich beobachten konnte, gingen Merci auch sehr gut, ebenso Kekse.

Somit kann ich die Aussage von Geenen Roth unterstreichen, dass es durchaus Sinn macht, immer etwas Süßes dabei zu haben, wenn man sich unter Menschen begibt. Es macht großen Spaß, Essen zu teilen. Wer wie ich einen nicht so weit verbreiteten  Schokoladegeschmack hat, packe zum Teilen besser eine Sorte ein, die sich größerer Beliebtheit erfreut als die eigene Lieblingssorte oder noch besser eine bunte Auswahl an Geschmacksrichtungen.  Und zur Not tun es immer noch die Diätkaugummidragees….


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Willkommen zum Diätbuffet Teil 6: Und was implantieren wir heute?

(Achtung Ironie!)

Verzweiflung ist eine feine Sache. Für jene, die daraus Kapital zu schlagen wissen. Je verzweifelter der Mensch, desto leichter lässt er sich Dinge aufschwatzen, die er in klaren, Verzweiflungs-freien Momenten niemals gemacht hätte.
Da sich Diäten als nur kurzeitig wirksam und oft auch als Gewichts-Bummerang erwiesen haben, nicht jeder willens ist, sich sein Kiefer verdrahten zu lassen, haben findige Chirurgen einen neuen Weg gefunden, der dicke Menschen verlockt sich bereitwillig auf den OP Tisch zu betten. Es ist nicht das erste Mal, dass es dem gesunden Verdauungstrackt an den Kragen geht. So ein gut funktionierender Magen und ein gesunder Darm sind schließlich ein absolutes No Go wenn man abnehmen möchte. Die Rückschläge bei den Versuchen der chemischen Einmischung in den Verdauungsprozess haben gezeigt, dass man der Verdauungsgesundheit mit härteren Bandagen zu Leibe rücken muss.
Der erste Schritt ist häufig die Schlinge um den Magen zu ziehen und in zu würgen bis kaum mehr etwas Platz darin hat. Doch da flüssige Nahrung wenig Volumen und viel Nährwert haben kann, funktioniert das nur bedingt.
Was dazu führte, dass man nicht nur würgte, sondern amputierte. Ein Stück vom Magen und gleich noch ein Stück von dem Dünndarm danach. Weniger Verdauung, weniger Aufnahme. Die Hungerkur vor vollen Tellern ist damit lebenslang besiegelt. Der Mangel an Nährstoffen, an Vitaminen und Spurenelementen, die jetzt nicht mehr aus der Nahrung gewonnen werden können, wird durch künstliche Zugabe ausgeglichen. Somit hat nicht nur die Klinik und der Chirurg die Hände am Geldbeutel des verzweifelten, dicken Menschen sondern gleich auch die Pharmaindustrie, welche die kleinen Pillen liefert, die ab jetzt die natürlichen Lieferanten wichtiger Stoffe ersezten müssen.
Da sich aber inzwischen herumgesprochen hat, dass trotz rasanten Gewichtsverlusts die Lebensqualität der lebenslang Zwangshungernden nicht unbedingt von null auf Juchuhhh! springt, hilft nur ein neues Wunderding, das irgendwie in den Betroffenen hinein muss.
Tada!! Hier ist es: Der Schlauch.
Statt dem Darm ein Stück abzuschneiden wird jetzt ein Stück Schlauch in den Darm eingesetzt. Der Zweck ist derselbe. Der Darmm kann wichtige Stoffe nicht mehr aufnehmen. Der Vorteil. Man kann das Ding wieder entfernen, sollte es nötig sein. Und vor allem, sollte es nicht wirken.
Denn, soweit sind die Wissenschaftler im Dienst der Gesundheitsindustrie inzwischen, man muss vorsichtig sein, wenn man das Blaue vom Himmel verspricht, er könnte einem ja auf den Kopf fallen. Also nimmt man die sicherste Art der Versprechungen: Der Darmschlauch ist nur für kurze Zeit, also längstens ein Jahr. Und er gibt dem verzweifelten dicken Menschen die Gelegenheit, sein Essverhalten zu überdenken („Haben Sie schon einmal daran gedacht, Diät zu machen?“) und Sport zu betreiben. Sonst droht ein JoJo Effekt.
Klarer Fall. Der Körper, der während der Schlauchphase genauso hungert wie wenn man ihm ein Stück Darm weggeschnitten hätte, wird sich das Verlorene rasch wiederholen.
Der Schlauch, wie so vieles, was die Abnehmindustrie hervorgebracht hat, ist nur für das Bekämpfen der Symptome gedacht und nur für kurze Zeit. Der Patient soll ja einen Erfolg haben für sein Geld, man will ja nicht verklagt werden. Da der schwarze Peter (Umstellen der Ernährung und Sport) an den Patienten weitergereicht wird, ist nicht die Schlauchmethode Schuld am JoJo, sondern der Patient selbst. Man hat ihm ja gesagt, dass er ohne Schlauch nur noch grünen Salat essen darf und eine Sportskanone werden muss, also wäscht man sich die Hände in Unschuld und in den Euronen, die man für das Einpflanzen und wieder Entfernen des Wunderschlauchs bekommen hat.
Jemand Interesse, sich für ein Jojo unters Messer zu legen? Hier ein Lobgesang (mit Absicherung) über die neue Methode.


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Nimm ab, dann bist du ein besserer Mensch….

Eine Mutter, die ihrem siebenjährigen Kind auf seiner eigenen Geburtstagsparty verbietet, Süßes zu essen, während alle anderen rings herum in die Süßigkeitenteller greifen dürfen.
Eine Mutter, die ihr Kind mit zu Starbucks nimmt, aber dort den Schokoladedrink in den Abfluss kippt.
Eine Mutter, die alle Diätregeln so verinnerlicht hat, dass sie glaubt, ihr Weg sei der richtige für alle Kinder und daher die Diät ihrer Tochter in einem Buch vermarktet…

Das ist Dara-Lynn Weiss, die nach eigenen Angaben selbst unter Essstörungen gelitten hat. Offensichtlich nicht genug, um ihrer Tochter einen normalen Umgang mit dem eigenen Körper zu gönnen.
Selbstakzeptanz hat die Mutter wohl nie gelernt und hat wohl selbst auch nie Frieden mit ihrem Körper schließen können. Diesen Kampf hat sie jetzt an ihre Tochter weitergegeben. Eine lebenslange Karriere als gezügelter Esser (restricted eater) inklusive.

Die Tochter wird über Jahre darunter zu leiden haben, dass sie ja nicht zunehmen darf, sonst hat ihre Mama sie nicht mehr lieb (denn Mama will ja, dass das Buch sich weiter durch den „Erfolg“ ihres Kindes verkaufen lässt, wehe, wenn das böse Kind dann in die Pubertät kommt und durch die Veränderung wirklich etwas rundlicher werden sollte…).

Es ist einfach nur traurig, besonders das letzte Buchzitates in Artikel des SWR.
„Ihre Augen füllten sich mit Tränen. Ich bin nicht ein anderer Mensch, nur weil ich sieben Kilo abgenommen habe, sagte sie. Doch, entgegnete ihre Mutter. Du bist ein anderer Mensch.“
… und nur jetzt bist du etwas wert. (Diesen ungesagten Teil wird das Mädchen für immer als Dorn im Herzen tragen. Armes Kind.)