Nicht schlank? Na und!

Weg vom Diätfrust und einfach gut leben


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Das Leben einer Tayu – mehr als nur eine Geisha/Geiko

aus der Bildergalerie auf der NHK Webseite

Ich bin gestern bei NHK World über diesen Beitrag gestolpert, er war die  Wiederholung eines Beitrags von vor sechs Monaten.

Die Farben, die Kimono, die Kirschblüten… es ist eine Traumwelt und dennoch kann man ermessen, wie hart die Arbeit für die Tayu, diese Künstlerin, ist. Das Outfit, in dem sie tanzt wiegt, wie es heißt, 40 kilo und sie muss es mit Grazie in jeder noch so kleinen Handbewegung demonstrieren.  Da muss eine Tayu schon ein gehöriges Maß an Kraft und Ausdauer mitbringen, darf nicht schwach und dünn  sein.

Ich war froh, dass der Unterschied zwischen Oiran (Kurtisane, die auch so schöne Kimono trägt und sich das Haar schmückt) und Geisha/Geiko/Tayu erklärt wurde. Viele denken ja immer noch, es sei ein un dasselbe.

Die Vorschau auf der NHK Webseite zeigt, wie gut die Originalbildqualität ist.

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Feiertage und Übergewicht: Weihnachten als Dickmacher?

Weihnachtschlemmereien auf einen Blick

Figurbesessene Frauen fürchten die Weihnachtszeit noch mehr als Ostern.  Die traditionellen großen Weihnachtsessen mit der Familie bestehen oft aus mehreren Gängen. Je nach Familientradition kommt Gans oder Ente auf den Tisch, oder Weihnachtskarpfen.

Dazu wird beim Frühstück der leckere Christstollen aufgetischt, bei uns in der Region dazu noch Birnenbrot (Kletzenbrot, in Lindau gibt es etwas Ähnliches, das heißt dort Apfelbrot)

Und zum Kaffee bekommt man allerorts Weihnachtskekse angeboten, einer köstlicher als der andere. Nicht zu vergessen, alle, die man selbst gebacken hat. Für Gäste, für die Kinder, für den Partner, der gern nascht, oder zum Verschenken. Nur nicht für sich selbst.

Und dann die Weihnachtsmärkte, auf denen die Kollegen und Freunde erwarten, dass mit Punsch angestoßen wird…  Eine Zeit des Horrors.

Das ist für diese Frauen das große Problem. Sie nähren gerade über die Weihnachtszeit, über die Weihnachtsfeiertage alle und jeden um sich herum und sind fest überzeugt, sich all dieser wohlschmeckenden Dinge enthalten zu müssen. Ein kleiner Bissen da, ein Löffelchen dort.

Weihnachten gilt als das Dickmacherfest schlechthin.

Aber stimmt das auch? Nehmen all die Leute, die freudig zugreifen, wenn sie bei euch eingeladen sind wirklich mehrere Kilos zu?

Es ist in meinen Augen nicht entscheidend was wir in diesen Tagen essen, sondern wo und wie.

Der Stress, den wir uns mit dem Zubereiten der aufwändigen Gerichte machen, die Angst, dass es den Geladenen oder der Familie nicht schmecken könnte.

Wie auf Nadeln zu sitzen beim Essen immer die Augen auf den Teller der anderen. Hat jeder genug? Möchte jemand noch von irgendetwas?  Die Ohren bei allen Tischgesprächen weit offen: Bahnt sich irgendwo ein Disput an? Wird der Ton lauter, schärfer, muss ich regelnd eingreifen?

Mit dieser geteilten Aufmerksamkeit merke ich nicht mal, ob mir mein eigenes Essen gut schmeckt, mir fehlt die Zeit und die Ruhe zum Genießen.

Ähnlich beim Kaffee, wenn man die Augen auf den Keksteller fixiert. Mag jemand keine Mürbteigkekse? Wie kommen die Kekse an, die man dieses Jahr zum ersten Mal gemacht hat? Greift jemand bei den Keksen der Nachbarin (die wir mit auf den Teller gelegt haben) lieber zu als bei den eigenen?

Und das Frühstück? Da ist der Kopf gefüllter als die Kaffeetasse.  Was muss ich alles vorbereiten? Habe ich auch genug eingekauft? Was mache ich, wenn (Schreckensszenario am Esstisch einsetzen) …?

Wie wäre es:

  • … wenn Sie sich die Arbeit teilen? Sie kochen, aber das Bewirten am Tisch übernimmt jemand anderer.  Dann können Sie sich zurücklehnen und das Essen genießen?
  • Teilen Sie Ihre Verwandten ein:  Wer nicht miteinander auskommt, wird zu einer anderen Zeit eingeladen.  Es gibt ja nicht nur den 25ten, sondern auch Neujahr und Dreikönig.
  • …wenn Sie von Ihren eigenen Weihnachtskeksen nicht überzeugt sind (ging mir dieses Jahr bei einem neuen Rezept so), dann tischen sie nur wenige von diesen auf und verteilen dafür freudig all die Kekse, die sie geschenkt bekommen haben. Verschiedenen Leuten schmecken ganz unterschiedliche Sachen. Ich habe mit Erstaunen festgestellt, dass mein Schwager die neuen Kekse mag, die mir nicht lecker genug vorgekommen sind.
  • Planen Sie Flutchtzeiten ein. Gehen sie allein spazieren (mit oder ohne Hund), gehen Sie nach dem Familienkaffee in die Stadt und setzten sie sich dort in ein Cafe, um in Ruhe eine Tasse Tee zu trinken und das Treiben zu beobachten.  Schnappen sie sich den Schlitten und gehen Sie zum nächsten Hang, lassen Sie sich die Winterluft ins Gesicht pusten (geht auch bei einer Pferdeschlittenfahrt, oder beim Eislaufen).
  • Wer sich den ganzen Erwartungen entziehen möchte, der verreist am besten über die Feiertage und lässt es sich in einem gemütlichen Berggasthof in den verschneiten Alpen gut gehen.  Wäre das nicht ein schönes Geschenk an Sie selbst?
  • Versuchen Sie auch einfach nein zu sagen, wenn Ihr Körper Ihnen ein Nein signalisiert. Auch wenn Sie eingeladen sind. Wenn der Magen kein weiteres Glas Punsch möchte, wenn das Essen gesamt so füllend war, dass nach zwei Bissen vom Nachtisch nichts mehr reinpassen magt.
  • Lassen Sie sich die Reste einpacken, so signalisieren Sie dem Gastgeber, dass Sie seine Arbeit in der Küche und sein Können als Koch zu schätzen wissen, auch wenn jetzt im Moment kein Bissen mehr Platz hat.


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Buchtipp: Bodysfaction. Frauen auf dem Weg zum leichten Größenwahn

buchcover
Bodysfaction. Frauen auf dem Weg zum leichten Größenwahn

Wieder ein Buch, das ich liebend gern gelesen hätte bevor ich meines beendete, dann hätte ich es noch in die Buchtipps dort aufnehmen können.

Life Coach Andrea Bachmann hat in diesem Buch ihre Erfahrungen und ihr Wissen in ein Sofaseminar für Frauen aller Kleidergrößen zusammengefasst. Ihr Ziel ist es, dass die Leserinnen am Ende jene Körperzufriedenheit erfahren können, zu der sie selbst gefunden hat. Praktische Anregungen zu Selbstfürsorge, Umgang mit der kritischen inneren Stimme, hier „Tante Tilly“ genannt, kritischer Blick auf den Konsumwahn, die Machenschaften der Schönheits- und Modeindustrie , sowie scharfsinnige Auseinandersetzung mit Diätversprechungen und restriktivem Essverhalten  – in diesem Buch steckt wirklich sehr viel drin, das zum Nachdenken und zur Arbeit an sich selbst anregt.

Auflockernd sind die Interviews mit sehr unterschiedlichen, lebensfrohen Frauen, die ihre Lebenserfahrungen und ihre Vorstellungen von Körperzufriedenheit, Schönheit  und ihre Kraftquellen mit den Leserinnen teilen.

Ein Buch, das ich absolut empfehlen kann. Besonders gefallen hat mir das Kapitel mit der inneren Träumerin und die Badezimmerweisheiten, die am Ende der Kapitel zu finden sind. Als Vorarlbergerin fand ich auch die schweizerischen Ausdrücke sehr unterhaltsam.

Wer die Bücher von Geenen Roth mag, so wie ich, wird auch dieses verschlingen.

 

 

Andrea Bachmann

Bodysfaction. Frauen auf dem Weg zum leichten Größenwahn.

Bachmann Coaching 2012

ISBN: 9783033036130

Bestelladresse: www.bodysfaction.com


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Spartipp 3: Nach dem Fest ist vor dem Fest

Am 27. 12. war ein guter Tag fürs Weihnachtsshopping.  Produkte, die nicht verderben oder aus der Mode kommen wie Weinachtsgeschenktüten, Weihnachtsgeschenkpapier, Weihnachtsservietten,  Weihnachtskarten, Kerzen, Weihnachtsdekoration, niedliche Kleinigkeiten, die sich als Dankeschöngeschenke an Kollegen und kleine Aufmerksamkeiten für liebe Nachbarn eignen habe ich bereits für Weihnachten 2013 eingekauft. 50%  bis 70% verbilligt.

Erspart mir einigen Einkaufsstress vor dem nächsten Fest und meine Geldbörse freut es auch. Das Budget für den nächsten Nachweihnachtseinkauf ist schon festgesetzt und wird rechtzeitig zur Seite gelegt.

Wer weiß, vielleicht finde ich auch am 28ten noch etwas Hübsches fürs nächste Fest, denn etwas ist vom Budget für dieses Jahr noch übrig.


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Lebensmittel, die nicht jeder kennt: Teil 1

Teil 1
Knollenziest

Knollenziest: Die kleinen, länglichen Knollen erinnern an Engerlinge, wenn man sie bleich auf einem Haufen liegen sieht. Ich habe ihn zum ersten Mal diesen Herbst auf dem Gemüsemarkt entdeckt. Er wird bei uns in Vorarlberg angebaut, allerdings nicht in großen Mengen und gilt als Delikatesse. Die weißen Knöllchen können roh gegessen werden wie auch Kohlrabi, man kann sie aber auch sehr gut in den Salat schneiden oder wie Blumenkohl kochen und mit würzigen Bröseln in Butter oder Albaöl heiß werden lassen.

Mispelfrucht

Mispeln: Von dieser Kernfrucht gibt es mehrere Arten, darunter auch eine heimische.  Mispeln wurden früher auch roh gegessen, heute presst man den Saft aus und macht daraus Mispelgelee. Ist absolut köstlich.

Ginkgonüsse mit und ohne Schale

Ginkgonüsse: Ginkgobäume sieht man vielerorts in Parkanlagen wegen ihrer wunderbaren Herbstfärbung. Doch nur die weiblichen Ginkgobäume tragen Nüsse. Reife Ginkgonüsse legt man am besten drei Minuten in kaltes Wasser, dann kann die Schale leichter geknackt werden. Die Nusskerne haben noch eine dünne Haut. Für drei Minuten in kochendes Wasser geben, danach abschrecken und die Haut lässt sich leicht entfernen. Zum Vorschein kommen goldgelbe Ginkgonüsse, die reich an Kohlenhydraten und Eiweiß sind. Sehr lecker schmecken sie in einer Pfanne kurz geröstet und gesalzen.  Man kann sie auch pur verzehren, wenn man die leichte Bitternote mag.


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Dick und glücklich – darf das sein?

Auf der Webseite von Brigitte Woman ist ein sehr interessanter Artikel über eine junge Frau, die mit Konfektionsgröße 54 lebt und Frieden mit ihrem Körper geschlossen hat.

Sie ist intelligent, lebensfroh und gebildet und hat offenbar auch Sinn für Mode.

Der Artikel ist ungedingt lesenswert, was mich etwas fassungslos macht, sind die Kommentare darunter. Hier bringen LeserInnen unter anderem zum Ausdruck, dass es nicht glaubwürdig ist, dass sich jemand mit diesem Gewicht wohl fühlt.

Ich glaube, dass es sehr wohl möglich ist, nur muss die Gesellschaft das auch zulassen. Jede Frau hat das Recht auf Zufriedenheit und Glück und es macht mich wütend, dass ihr das jemand absprechen will, nur weil er/sie es sich nicht vorstellen kann.


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Ernährungsbericht 2012: Gute Nachrichten….?

Überreichung des Ernährungsberichtes 2012

sind die besten, sollte man denken.

Heute bin ich über diesen Bericht im Schülermagazin schoolz gestolpert.

Da stehen im Ernährungsbericht 2012 offenbar viele positive Sachen mit drin, wie dass die Deutschen mehr Gemüse essen und das Übergewicht im Vorschulalter leicht zurückgeht.

Das mit dem Gemüse kann man wirklich positiv sehen, vielleicht sind auch mehr Deutsche als bislang Vegetarier geworden, wer weiß.

Doch das mit dem Übergewicht im Vorschulalter ist so eine Sache, bei der ich mich unbehaglich fühle. Kinder haben rundliche Proportionen, das macht das Kindchenschema erst aus.  Daraus jetzt Übergewicht zu stricken uns so zu befürworten, dass Kinder schon vor dem Kindergarten mager wie Models sein sollten, halte ich für sehr fragwürdig.

Wer bestimmt denn eigentlich, welche Kinder im Vorschulater wie groß und wie schwer sein dürfen? Die Kinderärzte? Die Kindergärtnerinnen?  Die Prodzuenten von Kinderbekleidung?  Kinder bereits in diesem frühen Lebensabschnitt zu signalisieren, dass man sich dem Diktat der Waage zu unterwerfen hat, dass man nicht essen darf, wenn man Hunger hat, dass Kinder, die rundlicher sind als andere „falsch“ sind und verspottet werden dürfen, kann nicht richtig sein, oder?